Kategorie: Strassenreinigung

Ordnungsdienst Stadtsauberkeit

Ordnungsdienst Stadtsauberkeit

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Ordnungswidrigkeitenverfahren. Einleiten von Sofortmaßnahmen.
Verwaltungshandeln von Waste-Watchern, Abfallstreifen und Mülldetektiven.
Verhalten in Konfliktsituationen und Deeskalation.

Teilnehmer

Der Lehrgang richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Straßenreinigung und Winterdienst, Ordnungs-, Umwelt- und Grünflächenämtern sowie Baubetriebshöfen, die als Waste-Watcher, Abfallstreife, Mülldetektiv o.ä. tätig sind.

Nutzen

Sie tragen vielfach Uniformen und verfügen über Amtsbefugnisse. In immer mehr Städten sind die Beschäftigten der städtischen Betriebe im Stadtgebiet unterwegs. Ihr Auftrag besteht darin für mehr Sauberkeit sorgen und sich auf die Spur von Müllsündern zu begeben. Dies erreichen sie über eine direkte Bürgeransprache, Beratung, mitunter aber über auch die Einleitung eines Verwarngeld-Verfahrens. Die Sünden beginnen beim Wegwerfen von Zigarettenkippen und enden beim illegalen Ablagern von Abfällen bisweilen durchaus mit krimineller Energie.

Die Waste-Watcher und Abfallstreifen verfügen über weitgehende Befugnisse. Ihnen sind Befugnisse des Ordnungsdienstes übertragen, und sie dürfen die Personalien von Müllsündern aufnehmen und haben die "Knöllchenkompetenz", um unerlaubtes Entsorgen von Müll im Rahmen von Ordnungswidrigkeitsverfahren zu ahnden. In einigen Städten sind sie auch mit der Kontrolle der Anleinpflicht für Hunde beauftragt.

Welche Aufgaben zu erfüllen sind, unterscheiden sich durchaus von Stadt zu Stadt. In jedem Fall benötigt das Personal in diesem Bereich eine Dreifachqualifikation aus
  • Rechtssicherheit im Verwaltungshandeln,
  • abfall- und straßenrechtliche Kompetenz und
  • kommunikatives Geschickt insbesondere in Konfliktsituationen.
In diesem Lehrgang vermittelt der Dozent ein Grundgerüst dieser Kompetenzen.

Referenten

Markus Engels ist Diplom-Ingenieur und systemischer Prozessberater. Er verfügt über eine langjährige Berufserfahrung in der Energie- und Abfallwirtschaft. Seine Workshops sind auf Transfer und Handlungsorientierung, Nachhaltigkeit und auf die persönliche Entwicklung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgerichtet (Ganderkesee).
Roland Thomas ist Volljurist. Nach dem 2. juristischen Staatsexamen im Jahre 1992 trat er in den Dienst des Deutschen und Nordrhein-Westfälischen Städte- und Gemeindebundes in Düsseldorf ein. Dort ist er u. a. zuständig für die Bereiche Straßen- und Verkehrsrecht und -politik, Wirtschaft- und Strukturpolitik sowie Post und Telekommunikation. Neben einer intensiven Rechtsberatungstätigkeit für die 359 kreisangehörigen Mitgliedsstädte- undgemeinden ist er sich mit der Erarbeitung von Empfehlungen und Hilfestellungen für die Kommunen in den genannten Fachgebieten befasst.

Programm

Ermittlung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten
Abfall- und strafrechtliche Verantwortlichkeit für wilden Müll. Urteile rund um unzulässige Ablagerungen. Rechtsgrundlagen und Zuständigkeiten für ein behördliches Einschreiten. Entwicklung und Umsetzung eines Gesamtkonzeptes. Verfahrensweisen. Intensivierung von Ordnung und Sauberkeit. Struktur und Gefahr von Amtsdelikten.

Darstellung des Berufsbildes
Rechtsgrundlagen. Aufgabenkatalog. Bestellungspflicht/Bestellungsrecht der Behörde. Wesenstypische Anforderungen und Problemfelder der Tätigkeit. Erläuterung der Aufgabengeneralklausel, der Gefahrenarten, des Ermessens, der Verantwortlichkeit, der Einschränkung von Grundrechten, der Befugnisse, der Zulässigkeit und Anwendung von Zwangsmitteln.

Schriftverkehr in der ordnungsbehördlichen Praxis
Grundsätze des Schriftverkehrs. Verwaltungsinterner Schriftverkehr mit seinen verschiedenen Formen. Externer Schriftverkehr mit Dritten außerhalb der Behörde mit seinen formalen Anforderungen. Rechtssichere Beweissicherung.

Kommunikation, Gesprächsführung und Umgang mit Konfliktsituationen in der ordnungsbehördlichen Praxis
Entstehungsprozess von Konflikten. Eigene körperliche Reaktionen verstehen und damit umgehen. Handlungssicherheit erzeugen. Einfache und effektive Verteidigungstechniken. Bewältigung von Ausnahmesituationen. Praktische Übungen und Rollenspiele. Darstellung der Beziehung zwischen dem allgemeinen und dem besonderen Recht der Gefahrenabwehr, der Vorrangigkeit des Spezialrechtes; Erläuterung von Spezialgesetzen einschließlich deren Befugnisregelungen.

Gebühr Präsenz-Veranstaltung

990 € zzgl. MwSt.

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