21. Fachkonferenz Entsorgung von Elektro-Altgeräten

Entwurf Erstes Gesetz zur Änderung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG).
Erstes Gesetz zur Änderung des Batteriegesetzes (BattG).
Verwertungsketten und Wiederverwendung.

Teilnehmer

Leitende Angestellte aus den Bereichen Abfallwirtschaft, Vertrieb, neue Geschäftsfelder, Betriebswirtschaft, Kundenbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit

Nutzen

Das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) weist den Kommunen die Aufgabe zu, Altgeräte aus privaten Haushalten zurückzunehmen und für die Hersteller zur weiteren Entsorgung bereitzustellen. Die aktuelle Novelle des ElektroG verfolgt das Ziel, die Sammelmengen deutlich zu steigern und insbesondere den Einzelhandel stärker in die Sammlung von Altgeräten einzubinden. Erstbehandler sollen künftig ein Erfassungsrecht für Haushaltsgeräte erhalten. Außerdem wird über eine Verschärfung der Anforderungen an kommunale Sammelstellen, eine schonendere Erfassung von Bildschirmgeräten und über eine Erleichterung der Wiederverwendung diskutiert. Daher sehen sich Kommunen verstärkt in der Pflicht die Leistungsfähigkeit der Rücknahmesysteme hinsichtlich Bürgernähe und Verwertungseffizienz zu verbessern.

Die Konferenz startet mit aktuellen Informationen aus der Gesetzgebung und verbandlichen Gremien sowie aus dem Vollzug des ElektroG und des BattG. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die Umstellung der Sammelgruppen durch die europäische Gesetzgebung. In Verbindung dazu zeigen Berichte über Forschungsergebnisse den Kommunen mögliche Handlungs- und konkrete Umsetzungsoptionen in Bezug auf die Sammlung sowie die Wiederverwendung von Elektroaltgeräten auf.

Referenten

Dr.-Ing. Ralf Brüning, Geschäftsführer, Dr. Brüning Engineering (Brake)
Christian Eckert, Geschäftsführer Fachverband Batterien, Leiter der Abteilung Umweltschutzpolitik, ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (Frankfurt)
Alexander Goldberg, Vorstand, Stiftung Elektro-Altgeräte Register (ear) (Fürth)
Dr. Julia Hobohm, Leiterin Change Management, Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (Hamburg)
Bernhard Jehle, Geschäftsführer, ZME Elektronik Recycling GmbH (Heuchelheim)
Dr. Hans-Peter Obladen, Geschäftsführer, Akademie Dr. Obladen GmbH (Berlin)
Dr. Holger Thärichen, Geschäftsführer, Verband kommunaler Unternehmen e.V. Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit VKS (Berlin)
Claudio Vendramin, RecyclingBörse! Arbeitskreis Recycling e.V. (Herford)
Michael Werner, Stabstelle Public Affairs/Public Relations, FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH

Programm

Dr. H. Thärichen: Die ElektroG-Novelle aus kommunaler Sicht
Verschärfte Anforderungen an die Sammelstellen? Andere Erfassung von Bildschirmgeräten? Rücknahmepflicht des Handels und kommunale Alternativmodelle. Ausbau kommunaler Erfassungsstrukturen. Förderung der Wiederverwendung und Kooperationslösungen.

A. Goldberg: Die Novelle des ElektroG
Neuerungen. Auswirkungen auf den Vollzug. Herausforderungen und Lösungen.

Dr. J. Hobohm: Herausforderungen und Chance in der Batteriesammlung im Rahmen eines novellierten BattG
Li-Batterien. Die ordnungsgemäße Rücknahme im Rahmen BattG/ElektroG. Der Zielkonflikt im Rahmen der Produktverantwortung. Die Marktrealitäten und der gesetzliche Anpassungsbedarf. Weitere Entwicklung und Handlungsoption.

C. Eckert: Herstellerverantwortung in ElektroG und BattG

B. Jehle: Absichern der Lieferketten
Lernen aus der Pandemie. Wie organisieren wir die Stoffströme?

M. Werner: reYOUrs-Projekt
Voraussetzungen zur Wiederverwendung gemäß Abfallgesetz. Lotsenservice auf dem Wertstoffhof. Spendentag. Kostenlose Abholservice für Großgeräte.

C. Vendramin: Vorbereitung zur Wiederverwendung
Möglichkeiten auf dem Wertstoffhof. Entsorgungsfachbetrieb "light". Wirtschaftlichkeit.

Dr. R. Brüning: Wie kann die Vertreiberrücknahme von Elektr(on)ikaltgeräten erfolgreicher gestaltet werden?
Zentrale Erkenntnisse aus dem UBA Projekt "Effizienzbestimmung der Vertreiberpflichten nach ElektoG". Mengenabschätzung Vertreiberrücknahme. Auswertung von Internetauftritten. Zusammenarbeit mit örE und Rücknahmesystemen. Handlungsempfehlungen.

Gebühr

610 € zzgl. MwSt. (reduziert: 510 € zzgl. MwSt.)

Gebühr Onlineveranstaltung

520 € zzgl. MwSt. (reduziert: 430 € zzgl. MwSt.)