Wiederverwendung statt Verzicht: ReUse als Lösung

Wiederverwendung statt Verzicht: ReUse als Lösung

© Iakov Filimonov - shutterstock.com

Rolle der kommunalen Entsorgungsträger.
Rechtliche Herausforderungen.
Repair-Cafés, PopUp-Stores und weitere Konzepte.

Teilnehmer

Das Seminar richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kom-munalen Umweltverwaltungen sowie mit dem Thema Abfallvermeidung beauftragte Abteilungen in Entsorgungsunternehmen.

Nutzen

Immer mehr Menschen versuchen Abfälle zu vermeiden um verschmutz-ten Weltmeeren und zerstörten Wäldern entgegenzuwirken. Jedoch ist der Ansatz des Verzichts auf keinen Fall für jeden vorstellbar. Lösungen können Maßnahmen zur Wiederverwendung von Produkten darstellen anstatt auf Konsum zu verzichten. Auf gesetzlicher Ebene wird sowohl im Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrwG) als auch im EU-Kreislaufwirt-schaftspaket auf Wiederverwendungsmöglichkeiten eingegangen und den Kommunen eine aktive Rolle bei der Umsetzung zugewiesen. Neben dem guten Willen bestehen jedoch weiterhin Hindernisse hinsichtlich der Aspekte von Garantien und Sicherheit reparierter Produkte. Fehlende Antworten zu Fragen der Sicherheit können als Bremse für die Verbreitung von Wiederverwendungsmaßnahmen wirken. Durch gezielte Kooperationen können nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Vorteile generiert werden.
Dieses Seminar gibt Einblicke in Maßnahmen der Abfallvermeidungfokussiert auf die Wiederverwendung. Neben den rechtlichen Grundlagen des KwrG und des EU-Kreislaufwirtschaftspakets stehen insbesondere Veranstaltungsformen zur Förderung von Wiederverwendung im Mittelpunkt. Zwei Gastbeiträge geben den Teilnehmern weiterhin die Möglichkeit Fragen zu ganz speziellen Aspekten innerhalb einer Projektzeit zu stellen. Das Seminar endet mit einem geleiteten Workshop, in der eigene Ideen konzipiert oder weiterentwickelt werden können.

Referenten

Susanne Fischer ist Gutachterin der Initiative Re-Use Berlin der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Wuppertalinstitut (Berlin).
Holger Jönsson ist Geschäftsführer bei der STILBRUCH-Betriebsgesellschaft mbH Tochtergesellschaft der Stadtreinigung Hamburg (Hamburg).
Dr. Martina Peters, Diplom-Chemikerin, freie Dozentin und seit 2017 in der Ausbildung der Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft tätig (Holzkirchen).

Programm

Abfallvermeidung und konzeptioneller Ansatz
Rechtliche Grundlagen. Handlungsfelder und Hemmnisse. Abfallvermeidungsprogramme.
ReUse - die Wiederverwendung im Mittelpunkt
Rechtliche Grundlagen. EU-Kreislaufwirtschaftspaket. Maßnahmen. Nutzen statt besitzen.
Reparaturnetzwerke. Ökonomische Potenziale (Repair Café). Soziale Komponenten.
Veranstaltungsformen und Öffentlichkeitsarbeit
Organisationsformen. Events. Koordination. Kooperationen. Zusammenspiel mit sozialen
Einrichtungen. Herausforderungen. Rechtliche Aspekte.
ReUse in der Hauptstadt - Projektbericht
Hintergrund. Projektbeschreibung. Zielsetzung. Interessensgruppen und Anforderungen.
Herausforderungen. Status Quo.
Kult statt Sperrmüll: Hamburger Stilbruch
Entwicklung. Projektmanagement. Überwundene Hindernisse und Erfolge. Logistische
Aspekte. Zukunftsvisionen.
Erfahrungsaustausch und Workshop eigene Ideen individuell entwickeln und voranbringen
Unter Anleitung Ideen und Konzepte besprechen und entwickeln, die in der eigenen Region
umgesetzt werden können. Feedback und Ansatzhilfen.

Gebühr

500 € zzgl. MwSt.