Die Mantelverordnung

Vorgaben für den Einsatz mineralischer Abfälle wie Bauschutt, Schlacken.
Baustoffe nach bundesweit einheitlichen Regeln recyceln.
Anforderungen und konkrete Umsetzung.

Teilnehmer

Das Seminar richtet sich an betriebliche und behördliche Akteure des Recyclings mineralischer Abfälle, Führungskräfte aus Entsorgungs- und Recyclingunternehmen, von öffentlichen und privaten Bauherren, Genehmigungsbehörden und Verwaltungen.

Nutzen

Die neue Ersatzbaustoffverordnung wird ab 1. August 2023 nach einem langwierigen Erarbeitungsprozess den neuen bundesweit einheitlichen Rechtsrahmen für die Herstellung von mineralischen Ersatzbaustoffen und deren Einbau in technische Bauwerke regeln. Das betrifft neben einer Reihe von industriell hergestellten Materialien auch Recycling-Baustoffe aus Bau- und Abbruchabfällen, Bodenmaterial, Baggergut und Aschen aus Abfallverbrennungsanlagen (HMVA). Mineralische Bau- und Abbruchabfälle bilden mit Abstand die mengenmäßig größte Abfallfraktion. Jedes Jahr fallen in Deutschland rund 250 Millionen Tonnen an. Die Abfallgesetzgebung verpflichtet zu einer möglichst hochwertigen Verwertung mineralischer Recycling-Baustoffe. Stoffkreisläufe sollen möglichst vollständig geschlossener werden. Dabei wird es besonders auf die Gütesicherung von Ersatzbaustoffen ankommen. Die Mantelverordnung kann sich zu einem wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und Circular Economy entwickeln.
Die Veranstaltung stellt die wesentlichen Regelungen der Ersatzbaustoffverordnung, ihre praktische Bedeutung und die Neuerungen im Bereich der Probenahme und Analysen vor.

Für das Online-Seminar stellen wir eine technische Umgebung bereit, in der sich alle Personen zumindest hören und abhängig von der Verfügbarkeit einer Webcam auch sehen können. Das komplette Seminar findet im Internet statt.

Referenten

Gregor Franßen, EMLE, ist Rechtsanwalt bei Franßen & Nusser Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB. Nach Studium in Berlin und Köln (1993-1998), Verleihung des Mastertitels in Madrid (1999) und dem 2. Staatsexamen in Düsseldorf (2001) ist er nach seiner Partnerschaft im Essener Büro von Heinemann & Partner in Düsseldorf erst bei KOPP-ASSENMACHER & NUSSER und jetzt bei Franßen & Nusser Rechtsanwälte PartGmbB tätig. Er hat sich auf das Umweltrecht und das Vergaberecht spezialisiert.
Dr.-Ing. Klaus Mesters, Geschäftsführer/Stellvertretender Prüfstellenleiter, KM GmbH für Straßenbau- und Umwelttechnik (Bochum)
Stefan Schmidmeyer, Geschäftsführer, Baustoff Recycling Bayern e.V. (München) Geschäftsführer, Baustoff Recycling Bayern e.V. München; bvse e.V., Fachverband Mineralik Recycling und Verwertung (Bonn)

Programm

Wesentliche Regelungen der Ersatzbaustoffverordnung
  • Einführung.
  • Überblick Mantelverordnung/Ersatzbaustoffverordnung.
  • Anwendungsbereich der Ersatzbaustoffverordnung.
  • Verantwortliche.
  • Anforderungen an die Herstellung und Güteüberwachung von Ersatzbaustoffen.
  • Anforderungen an den Einbau von Ersatzbaustoffen in technische Bauwerke.
  • Regelungen zum Ausbau von Ersatzbaustoffen aus technischen Bauwerken (second life).

Praktische Bedeutung der Ersatzbaustoffverordnung
  • Änderungen der Verwertbarkeit von Ersatzbaustoffen im Vergleich zur bisherigen Rechtslage.
  • Praktische Folgen (Vorteile, Probleme) für die Hersteller von Ersatzbaustoffen.
  • Praktische Folgen (Vorteile, Probleme) für die Verwender von Ersatzbaustoffen.
  • Wirtschaftliche Folgen für die Hersteller und Verwender von Ersatzbaustoffen.

Neuerungen für Probenahmen und Analysen
  • Vorschriften für Probenahmen und Analysen in der Güteüberwachung.
  • Verfahren der Probenahme.
  • Analyseverfahren.

Gebühr Online-Veranstaltung

280 € zzgl. MwSt.

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