Akademie Dr. Obladen GmbH

Wertstofftonne - quo vadis?

Wertstofftonne - quo vadis?
VKU
Aktuelle politische Entwicklung und Beziehung zum VerpackG.
Einführung und rechtliche Möglichkeiten.
Kommunale Erfahrungsberichte Chancen und Herausforderungen.

Teilnehmer

Die Fachkonferenz richtet sich an Entsorgungsunternehmen, die eine Wertstofftonne eingeführt haben oder in der Planung sind ihr System um diese zu ergänzen.

Nutzen

Seit aus den Überlegungen des Wertstoffgesetzes eine vereinfachte Rechtsform im Sinne des VerpackG hervorgegangen ist, kreisen die Gespräche überwiegend um Abstimmungsvereinbarungen hinsichtlich Sammel- und monetären Herausgabeansprüchen von Verpackungen. Aus ökologischer und ökonomischer Sicht ist die Wertstofftonne ob mit oder ohne gesetzlichem Zwang jedoch in vielerlei Hinsicht weiterhin sinnvoll. Wie es mit der Entwicklung eines Wertstoffgesetzes weitergeht, bedarf ebenso einer näheren Betrachtung wie die Beziehung zwischen der Wertstofftonne und dem VerpackG. Kommunen haben auch ohne eine Rechtsprechung zur Wertstofftonne die Möglichkeit diese einzuführen. Welche Herausforderungen es dabei gibt und wann es sinnvoll ist sich für eine Wertstofftonne zu entscheiden hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Die Fachkonferenz beschreibt die Beziehung von VerpackG und Wertstofftonne und zeigt Möglichkeiten auf, welche Wege es neben einem Wertstoffgesetz gibt, um die Wertstofftonne einzuführen. Welche Vor- und Nachteile es bei der Einführung einer Wertstofftonne gibt, werden umfangreich beleuchtet. Ferner werden anhand kommunaler Erfahrungsberichte die Chancen und Herausforderungen der Einführung und Verwendung einer Wertstofftonne erläutert sowie die nötigen Aspekte einer erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit aufgezeigt. Abschließend werden die derzeitigen Verwertungspotenziale der Wertstofftonne aufgezeigt.

Referenten

Dr. Heinz-Josef Dornbusch, Geschäftsführer, INFA Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH (Ahlen)
Matthias Fabian, Fachgebiet III 1.2 "Rechtsangelegenheiten, Vollzug ElektroG und BattG", Umweltbundesamt (Dessau-Roßlau)
Dr. Ralf Gruneberg, Gruneberg Rechtsanwälte (Köln)
Patrick Hasenkamp, Vizepräsident Verband Kommunaler Unternehmen e.V. (Berlin) und Betriebsleiter AWM Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (Berlin)
Dr. Dirk Textor, Geschäftsführer, Dr. Textor Kunststoff GmbH (Billerbeck)
Dr. Holger Thärichen, Geschäftsführer, Verband kommunaler Unternehmen e.V. Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit VKS (Berlin)
Sven Winterberg, Abteilungsleiter Zentrale Kundenberatung, Entsorgung und Vertrieb, Stadtreinigung Hamburg

Programm

M. Fabian: Die Wertstofftonne im Rahmen des VerpackG
Ein kurzer Blick zurück. Vom Wertstoffgesetz zum VerpackG. Aktuelle Möglichkeiten und ge-setzliche Regelungen. Ökologische Vorteile und Chancen.
Dr. H. Thärichen: Strategische Potenziale der Wertstofftonne
Die Wertstofftonne als Verhandlungsgegenstand der Abstimmungsvereinbarung. Chancen von Gebietsteilungsmodellen. Auswirkungen der neuen Trenn- und Recyclingvorgaben der KrWG-Novelle.
Dr. R. Gruneberg: Rechtliche Aspekte der Wertstofftonne
Rechtliche Grundlagen. Zusammenhang zur Quotenregelung EU-Kreislaufwirtschaftspaket. Beratung der Kommunen. Kosten-Nutzen-Analyse. Vor- und Nachteile.
S. Winterberg: 8 Jahre Hamburger Wertstofftonne ein Erfahrungsbericht.
Öffentlichkeitsarbeit. Vermarktung. Verwertungspotenziale. Verpackungsgesetz.
P. Hasenkamp: Kommunale Herausforderungen bei der Einführung der Wertstofftonne
Verhandlungen zur Einführung der Wertstofftonne. Effiziente Abholrhythmen. Gebührenver-änderungen. Ausschreibungsverfahren. Bürgerkommunikation.
Dr. H.-J. Dornbusch: Optionen der Wertstofferfassung
Handlungsoptionen. Systemvergleich. Auswirkungen auf Menge und Qualität.
Dr. D. Textor: Aktuelle Verwertungspotenziale - Praxisbericht
Derzeitige Mengen. Verwertungsabläufe und Anforderungen. Potenziale und Herausforderungen.

Gebühr

590,00 € zzgl. MwSt. (reduziert: 490,00 € zzgl. MwSt.)