Aktuelle Entwicklungen bei § 2b UStG

Aktuelle Entwicklungen bei § 2b UStG

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Beginn 13:00 Uhr - Ende 17:00 Uhr
Halbtägiges Online-Seminar zur Umsatzbesteuerung der öffentlichen Hand.
Handlungsoptionen für die Kernverwaltung und kommunale Betriebe.
Ist interkommunale Kooperation noch wirtschaftlich darstellbar?

Teilnehmer

Das Online-Seminar richtet sich an die Bereichsleiter Finanzen, Recht und Controlling sowie Kämmerer und deren Mitarbeiter in öffentlich-rechtlichen Organisationsformen (jPdöR). Es ist nicht geeignet für Unternehmen der Rechtsformen GmbH oder AG.

Nutzen

Ist dies das Ende interkommunaler Kooperationen? Der aktuellen Auffassung der Finanzverwaltung zufolge werden interkommunale Kooperationen nach § 2b Abs. 3 Nr. 2 UStG als nahezu nicht (mehr) umsetzbar betrachtet. Des Weiteren wird es keine Vereinfachungsregelung für Anstalten des öffentlichen Rechts geben, die die Wettbewerbsrelevanz zwischen Trägerkommune und Anstalt betreffen. Der § 2b UStG ist ab 2021, spätestens ab 2023, zwingend anzuwenden. Je nach Sachverhaltslage ist die Umstellung auf Gebühren erforderlich, da die Vereinnahmung von privatrechtlichen Entgelten zur Umsatzsteuerbarkeit führt. Ende 2020 (ggf. Ende 2022) endet der Optionszeitraum, weshalb es besonders dringend ist, sich gründlich und umfassend mit der Situation und den möglichen Auswirkungen zu befassen.
Im ersten Teil vermitteln wir die Grundlagen der Umsatzbesteuerung, den Vorsteuerabzug und die Umkehr der Steuerschuldnerschaft. Fallbeispiele zeigen mögliche Lösungen und gangbare Alternativen. Anschließend können Sie Ihre praktischen Fälle und konkrete betriebliche Situation diskutieren. Bitte senden Sie uns vorab Ihre Fragestellungen!
Für das Online-Seminar stellen wir eine technische Umgebung bereit, in der sich alle Personen zumindest hören und abhängig von der Verfügbarkeit einer Webcam auch sehen können. Das komplette Seminar findet im Internet statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Nur so ist ein nutzbringender Erfahrungsaustausch möglich. Die Reihenfolge beim Eingang der Anmeldungen ist maßgeblich.

Referenten

Tobias Kreiter, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Freiburg)
Carolin Rublack, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hannover)
Dipl. Kfm. Torsten Stockem, Steuerberater (Prokurist ), Government & Public Sector, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Hamburg)

Programm

Grundlagen: Darstellung und Einweisung in das neue Umsatzsteuerrecht für juristische Personen des öffentlichen Rechts
Definition Leistungsaustausch. Ausführung im Rahmen des ustl. Unternehmens etc. Darstellung der Regelung des § 2b UStG. Erläuterung der BMF-Schreiben zum § 2b UStG. Aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit § 2b UStG. Exemplarische Darstellung der Auswirkungen der neuen Rechtslage auf einzelne Tätigkeiten und Bereiche. Notwendige Handlungsmaßnahmen.
Alternative Gestaltungsmöglichkeiten und Fallstudien
  • Berufung auf Artikel 13 Mehrwertsteuersytemrichtlinie.
  • Kostenteilungsgemeinschaften gemäß § 4 Nr. 29 UstG.
  • Interkommunale Zusammenarbeit.
  • Einzelne Tätigkeiten.
  • Schnittstellen zu anderen Rechtsgebieten, insbesondere Vergabe- und Beihilfenrecht; Gebühren-/LSP-Kalkulation; Wirtschaftlichkeit.
  • Gestaltungsmöglichkeiten.
  • Vorsteueroptimierung (Gebot der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit).
  • Einsatz von Digitalisierungslösungen.

Gebühr

195,00 € zzgl. MwSt.