Maßnahmen für mehr und besseres Kunststoffrecycling von der öffentlichen Beschaffung bis zur Mindestquote

Produkte aus Kunststoffrezyklaten in der öffentlichen Beschaffung.
Nachfrage als Hebel für hochwertiges Kunststoffrecycling.
Mindestquote für recycelten Kunststoff alles ganz einfach?

Nutzen

Kunststoffabfälle werden in Deutschland seit Jahrzehnten getrennt gesammelt, und doch werden bislang nur wenige Produkte aus recyceltem Plastik hergestellt. Denn die Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten und rezyklathaltigen Kunststoffprodukten ist in vielen Bereichen sehr preisabhängig und schwankt daher stark. Ohne stabilen Markt werden die notwendigen Investitionen in das Recycling von Kunststoffen jedoch kaum getätigt.

Welche Möglichkeiten es gibt, um die Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten zu steigern? Diese Frage untersuchen aktuell das Öko-Institut und das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung im Auftrag des Umweltbundesamt im Projekt "Prüfung konkreter Maßnahmen zur Steigerung der Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten und rezyklathaltigen Kunststoffprodukten". Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der öffentlichen Beschaffung. Denn seit der Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) im Oktober 2020 gilt für die öffentliche Hand eine Bevorzugungspflicht von Produkten, die u.a. unter Einsatz von Rezyklaten hergestellt wurden. Für Vergabeverantwortliche stellt sich nun umso mehr die Frage, wie sie solche Produkte rechtssicher und in der erforderlichen Qualität beschaffen können. Der andere Schwerpunkt liegt auf der in der Fachpresse stark diskutierten Rezyklateinsatzquote für Kunststoffe bezogen auf Produkte oder Polymere. Beide wurden im Projekt vertieft untersucht und Möglichkeiten für deren konkrete Umsetzung aufgezeigt. Im Vortrag werden die Ergebnisse des Projekts vorgestellt - von einer praxisorientierten Handreichung für Vergabestellen bis hin zu konkreten Empfehlungen für Hersteller und Politik.

Programm

  • Was sind Kunststoffrezyklate (Post-Consumer vs. Post-Industrial)?
  • Sind Rezyklate von gleichwertiger Qualität wie Neuware?
  • Mit welchen vergaberechtskonformen Formulierungen können Vergabestellen der neuen Bevorzugungspflicht für nachhaltigere Produkte im Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) gerecht werden?
  • Welche Nachweise für Kunststoffrezyklate gibt es, welche werden anerkannt?
  • Wie kann eine Rezyklateinsatzquote ausgestaltet werden?
  • Sollte sie eher auf Produkte oder auf Kunststoffe bezogen werden?
  • Welche Produkte kommen am ehesten in Frage?
  • Wie kann mit Ex- bzw. Import umgegangen werden?

Gebühr Online-Veranstaltung

95 € zzgl. MwSt.

30.11.2021 Onlineveranstaltung   Termin in Outlook merken!
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