Fachkonferenz Sammeln, Verwerten und Entsorgen von Sperrmüll

Fachkonferenz Sammeln, Verwerten und Entsorgen von Sperrmüll

© Entsorgungsbetriebe Essen GmbH

VKU
Logistische Konzepte. Neue Herausforderungen.
Auswirkungen BVG-Urteil über Sperrmüllsammlung durch private Entsorger.
Verwertungs- und Optimierungspotenziale.

Teilnehmer

Leitende Angestellte aus den Bereichen Abfallwirtschaft, Vertrieb, neue Geschäftsfelder, Betriebswirtschaft, Kundenbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit.

Nutzen

Die Entsorgung von Sperrmüll aus privaten Haushalten ist Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger. Die Konzepte sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von regelmäßigen im Abfallkalender angekündigten Sammelterminen bis hin zur Abholung aus den Wohnungen. In der Praxis gibt es Unterschiede in der Entgeltpolitik, bei der Erfassung und Logistik, bei der Verwertungstiefe sowie im kommunikativen Prozess mit dem Bürger. Je aufwendiger das Dienstleistungsangebot gestaltet ist, umso eher erheben die Entsorgungsträger spezielle Gebühren für die Anfahrt und Entsorgung. In letzter Zeit haben sich zudem Beraubungen zu einem größeren Ärgernis entwickelt. Zunehmend gehen Behörden dagegen systematisch vor. Die Frage der Zulässigkeit gewerblicher Sperrmüllsammlungen beschäftigt außerdem zunehmend die Gerichte. In jedem Fall ist Sperrmüll ein Politikum, das jede Menge Zündstoff in der öffentlichen Diskussion bietet.
Die Fachkonferenz beschreibt unterschiedliche Konzepte der Sperrmüllsammlung und stellt sie zur Diskussion. Bei jedem Vortrag bleibt genügend Zeit für den Erfahrungsaustausch. Schwerpunkte der diesjährigen Fachkonferenz sind Rechtsfragen, die Qualitätssicherung, logistische Konzepte im städtischen und ländlichen Umfeld sowie die Verwertbarkeit unterschiedlicher Stofffraktionen im Sperrmüll.

Referenten

Thomas Becker, Leiter der Geschäftseinheit Müllabfuhr, Berliner Stadtreinigung
Uwe Feige, Werkleiter, Kommunalservice Jena und Vorsitzender der Landesgruppe Ost im Verband kommunaler Unternehmen e.V. Abfallwirtschaft und Stadtsauberkeit VKS
Dr. Alexander Gosten, Leiter der Geschäftseinheit Abfallbehandlung und Stoffstrommanagement, Berliner Stadtreinigung
Stephan Hofherr, Referent Public Relations, BAV Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter e.V. (Berlin)
Dr. Hans-Peter Obladen, Geschäftsführer, Akademie Dr. Obladen GmbH (Berlin)
Dr. Anke Wilden-Beck, Gruneberg Rechtsanwälte (Köln)

Programm

Sperrmüllsammlung in Jena
Aktuelle Situation. Satzung und Gebühren. Logistisches Konzept. Kundenbetreuung und Service. Überlegungen für künftige Änderungen.
Neuorganisation der Sperrmüllentsorgung: den Wandel gestalten
Geschäftsfeldanalyse Sperrmüll. Einordnung der Sperrmüllsammlung in den Kontext von Erwartungsmanagement, Abfallhierarchie und kommunaler Daseinsvorsorge.
Altholzmarkt im Umbruch? Mögliche Auswirkungen des EEG-Förderendes und der Novelle der Altholzverordnung
Mengen und Potenziale. Sperrmüll in Aufbereitung und Verwertung. Entsorgungssicherheit von Altholz. Übergang in die Post-EEG-Ära. Novellierung der Altholzverordnung.
Das Recyclingpotenzial im Sperrmüll
Stoffströme und Materialeigenschaften. Möglichkeiten der Sortierung und Aufbereitung. Ideen zur Steigerung der Verwertungsquote. Rahmenbedingungen und kritische Erfolgsfaktoren.
Rechtsfragen der Sperrmüllsammlung
Definition "Sperrmüll aus privaten Haushalten". Überlassungspflichten. Umgang mit gewerblichen Sperrmüllsammlungen. Rechtliche Besonderheiten bei Elektroschrott. Umlegbarkeit der Entsorgungskosten. Auswirkungen der Bundesverwaltungsgericht-Entscheidung über Sperrmüllsammlung durch private Entsorger.

Gebühr

600 € zzgl. MwSt. (reduziert: 500 € zzgl. MwSt.)