Akademie Dr. Obladen GmbH

Praxis der Gewerbeabfallverordnung

Praxis der Gewerbeabfallverordnung

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VKU
Handlungsempfehlungen. Pflichtrestmülltonne.
Gebührenmodelle Trennpflichten. Kommunale Strategien.

Teilnehmer

Das Seminar richtet sich an leitende Angestellte aus den Bereichen Abfallwirtschaft, Vertrieb, neue Geschäftsfelder, Betriebswirtschaft, Kundenbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit.

Nutzen

Am 1. August 2017 ist die novellierte Gewerbeabfallverordnung 2017 in Kraft getreten, die die Verordnung aus dem Jahr 2002 abgelöst hat. Mit der neuen Verordnung soll insbesondere die 5-stufige Abfallhierarchie umgesetzt und das Recycling gestärkt werden. Die Trennpflichten wurden um Altholz und Textilien erweitert und die Vorbehandlung hat nun Vorrang vor der energetischen Verwertung. Besondere Praxisrelevanz haben die umfangreichen neuen Dokumentationspflichten für die gewerblichen Abfallerzeuger und für die Entsorgungswirtschaft.
Die Gewerbeabfallverordnung ist unverzichtbares Handwerkszeug für jeden kommunalen Entsorgungsbetrieb. Die kommunale Abfallwirtschaftssatzung muss auf ihre Vereinbarkeit mit der neuen GewAbfV hin überprüft und die Ansprache der Gewerbekunden muss auf die Neuregelungen ausgerichtet werden.
In diesem Seminar erläutern erfahrene Experten, wie die GewAbfV erfolgreich in der kommunalen Entsorgungspraxis umgesetzt werden kann. Auf potentielle Konfliktfelder wird ebenso eingegangen wie auf die Chancen für die Entwicklung neuer Geschäftsfelder.

Referenten

Prof. Dr. Klaus Gellenbeck, geschäftsführender Gesellschafter, INFA - Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH (Ahlen)
Matthias Husemann, Abschnittsleiter Service Center, Abfallberatung und Vertrieb im Geschäftsbereich Stadtreinigung, Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld
Dr. Holger Thärichen, Geschäftsführer, Sparte Abfallwirtschaft und Stadtreinigung VKS im VKU e.V. (Berlin)

Programm

Die Erzeugerpflichten nach der GewAbfV
Anwendungsbereich der GewAbfV. Abgrenzung Haushaltsabfall Gewerbeabfall. Getrennthaltungspflichten und Ausnahmen. Anforderungen an Verwertungsgemische. Besonderheiten bei Krankenhausabfällen. Änderungen durch die Novellierung.
Die Pflichtrestmülltonne
Paragraph 7 Abs. 2 als gesetzliche Beweislastverteilungsregel. Anforderungen an den Verwertungsnachweis und Verhältnis zu den Dokumentationspflichten. Darstellung der einschlägigen Rechtsprechung. Gebührenrechtliche Aspekte.
Umsetzung der Pflichtrestmülltonne
Definition des angemessenen Nutzungsumfangs. Einwohnergleichwerte. Umsetzung in der kommunalen Abfallsatzung. Erläuterung von Berechnungsbeispielen.
Fallbeispiel Stadt Bielefeld
Satzungsregelungen und Einwohnergleichwerte. Standardvorgehen mit Anschreiben und Veranlagung der Gewerbebetriebe. Datenermittlung. Umgang mit Reduzierungsanträgen und Kündigungen. Fälle aus der Praxis. Unterstützung von Gewerbekunden hinsichtlich Do-kumentationspflicht.

Gebühr

590,00 € zzgl. MwSt. (reduziert: 490,00 € zzgl. MwSt.)