Energiewende und Energieversorgung
Essen - 06.03.2015

Deutlich höhere Zuschüsse ab März 2015

Die Bundesregierung hat Ende 2014 ein "Aktionsprogramm Klimaschutz" und den "Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz" verabschiedet, um die selbstgesteckten Klimaschutzziele zu erreichen.

Eines der wesentlichen Handlungsfelder ist hierbei die Energieeffizienz in Gebäuden, wo knapp 40 Prozent der gesamten Endenergie in Deutschland verbraucht wird. Obwohl die Bundesregierung sich in der Sitzung Ihres Koalitionsausschusses Ende Februar nicht auf die geplante steuerliche Absetzbarkeit der energetischen Gebäudemodernisierung verständigen konnte, gibt es zahlreiche neue Anreize, um die Energieeffizienz von Gebäuden zu optimieren und damit einen positiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Bereits Ende Januar wurden die Zinssätze für Darlehen zur energetischen Gebäudemodernisierung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) von ehemals 1 Prozent auf 0,75 Prozent gesenkt und die Zuschüsse (Tilgung) für sogenannte Effizienzhäuser um weitere fünf Prozent erhöht, was in einigen Fällen sogar zu einer Verdreifachung der bisherigen Förderung führt.

Grundsätzlich empfiehlt die KfW im Vorfeld einer energetischen Modernisierung immer eine sogenannte Vor-Ort-Beratung durch einen Sachverständigen. Diese Beratung wurde bisher vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einem Höchstbetrag für Ein- und Zweifamilienhausbesitzer von 400 Euro beziehungsweise 500 Euro für Mehrfamilienhauseigentümer gefördert. Nun erhöht die Bundesregierung auch hier ab dem 1. März die Zuschüsse deutlich.

Für Ein- und Zweifamilienhäuser verdoppelt sich der Zuschuss auf bis zu 800 Euro, das sind 60 Prozent des Beratungshonorars. Noch interessanter wird es für Mehrfamilienhäuser und Eigentümergemeinschaften, hier steigt die Förderung für die Vor-Ort-Beratung auf bis zu 1.100 Euro. Werden die Ergebnisse vor einer Eigentümergemeinschaft vom Sachverständigen erläutert, werden dafür zusätzlich bis zu 500 Euro erstattet. Dadurch soll die Eigentümergemeinschaft bei der Entscheidung zu einer möglichen Modernisierungsmaßnahme unterstützt werden.

"Wichtig ist es, im Vorfeld einen kompetenten Berater an seiner Seite zu haben, der neben der Energieeffizienz auch alle Fördermöglichkeiten beleuchtet" weiß Bernd Halbe, Klimamanager der Stadt Essen. Deshalb hat die städtische Klimaagentur zusammen mit der Essener Kreishandwerkerschaft das "Netzwerk Energetische Gebäudemodernisierung" ins Leben gerufen, das Immobilienbesitzerinnen und Immobilienbesitzern ein Höchstmaß an Transparenz garantiert. Dabei ist die kompetente, umfassende und unabhängige Begleitung stets durch die strikte Trennung von Beratung und Ausführung gewährleistet.

Eine Liste aller sachverständigen Energieberaterinnen und - berater, Handwerkerinnen und Handwerker, Bauingenieurinnen und Bauingenieure und Architektinnen und Architekten des Essener Netzwerkes ist bei der Klimaagentur Essen am Kopstadtplatz erhältlich oder kann unter www.klimawerkstadtessen.de/Netzwerk eingesehen werden. Zusätzlich bietet die Klimaagentur bei Bedarf einen Gutschein für eine kostenlose Erstbesichtigung durch einen Energieberaterinnen und -berater des Netzwerkes an.

Weitere Informationen zum Netzwerk und den Dienstleistungen der Klimaagentur erhalten Sie von Bernd Halbe unter Telefon: 88-59209 oder über die E-Mail: klimaagentur@essen.de.

Teilen Sie diesen Beitrag


Klimaagentur Essen
direkter Link zum Artikel