Klimawandel, Lärmschutz, Nachhaltigkeit
Mainz - 05.03.2015

Lemke: „CO2-Reduzierung ist Chance für Absatz der deutschen Fahrzeug-Industrie“

CO2-Einsparungen in der Automobilindustrie sind echte Innovationstreiber für Pkw- und Nutzfahrzeughersteller – da sind sich Wirtschaftsministerin Eveline Lemke und die Branchenvertreter einig. „Beim Betrieb von Autos CO2 einzusparen, bedeutet, dass Unternehmen kreativ an neuen Lösungen arbeiten müssen.

Hier ist Rheinland-Pfalz spitze: Die rheinland-pfälzischen Automobilhersteller und Zuliefererbetriebe sind hoch innovativ und können sich mit ihren umweltschonenden Fahrzeugen ‚Made in Germany‘ bestens auf den Weltmärkten positionieren. Das bringt hohe Exporte und stärkt Rheinland-Pfalz als Wirtschafts- und Innovationsstandort“, so die Wirtschaftsministerin.

„Der CO2-Ausstoß, also im Wesentlichen der Kraftstoffverbrauch, ist ein wichtiger Kostenfaktor beim Lkw. Aus diesem Grund müssen Hersteller zusammen mit den Zulieferern an kraftstoffsparenden Lösungen arbeiten. Ein Lkw mit geringen Betriebskosten ist für den Kunden im wettbewerbsintensiven Speditionsgewerbe attraktiver. Neben den fahrzeugseitigen Maßnahmen spielen auch kraftstoffsparendes Fahren, infrastrukturelle Maßnahmen und intelligente Logistik eine wichtige Rolle, wenn es um CO2-Einsparungen geht. Politik und Transportbranche sollten gemeinsam Maßnahmen entwickeln, um bei der Verminderung des Kraftstoffverbrauchs einen gehörigen Schritt weiter zu kommen“, so Thomas Markovic, Entwicklung Daimler Trucks, beim Branchendialog.

Das Wirtschaftsministerium und die Branchenvertreter der Automobilindustrie tauschen sich in regelmäßigen Abständen in einem „Branchendialog“ über die Zukunft der rheinland-pfälzischen Fahrzeug-Industrie aus. „Gerade die Automobilhersteller und Zuliefererbetrieben zeigen uns mit ihren vollen Auftragsbüchern, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz die Industrie ankurbeln. Der Bau neuer schadstoffarmer Autos führt zu neuen Aufträgen, von denen die Unternehmen der Fahrzeug-Industrie profitieren“, so Lemke.

Die Fahrzeug-Industrie ist mit 200 Unternehmen und Betrieben und rund 65.000 Beschäftigen neben der Chemie die größte Industriebranche in Rheinland-Pfalz. Zulieferunternehmen für die Pkw-Industrie prägen die Branche. Diese Unternehmen produzieren ein breites Spektrum an Teilen von Kunststoff, über Metall bis hin zu Elektronikteilen.

Daneben ist in Rheinland-Pfalz eine Nutzfahrzeugbranche mit Industrien in den Bereichen Lkw, Land- und Baumaschinen ansässig. Mercedes-Benz Lkw in Wörth ist mit etwa 11.400 Beschäftigten das weltweit größte Lkw-Werk. John Deere ist mit zwei Standorten in Rheinland-Pfalz vertreten. Zusammen mit der Metropolregion Rhein-Neckar besitzt Rheinland-Pfalz ein bundesweit führendes Nutzfahrzeug-Cluster mit 25 Prozent der deutschen Nutzfahrzeug-Produktion.

Teilen Sie diesen Beitrag


Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung
direkter Link zum Artikel