Kreislaufwirtschaft
Offenburg - 28.09.2023

Abfallwirtschaft Ortenaukreis erklärt, warum und wie Altglas wiederverwertet wird

Um Altglas wiederverwerten zu können, muss es im Glascontainer entsorgt und nach Farben getrennt werden.

„Altglas ist nahezu ohne Qualitätsverlust wiederverwertbar und kann beliebig oft zu neuen Flaschen und Gläsern verarbeitet werden. Recyclingglas gilt als wichtigster Rohstoff für die Glasherstellung“, informiert Susanne Huber von der Abfallberatung im Landratsamt Ortenaukreis.

Neue Glasflaschen bestehen heute durchschnittlich zu 60 Prozent aus ‚Alt‘-Scherben, grüne Glasflaschen sogar bis zu 90 Prozent. „Der Einsatz von Recyclingglas schont natürliche Ressourcen, reduziert den Energieverbrauch und leistet somit einen bedeutenden Beitrag zum Umweltschutz“, so Huber weiter.

„Wichtig ist: Das Altglas muss nach Farben sortiert in die jeweiligen Behälter für Grün-, Braun- oder Weißglas eingeworfen werden. Buntglas, wie blaue oder rote Flaschen, gehören in die Container für Grünglas, denn das verträgt als Mischfarbe die meisten Unreinheiten im anschließenden Recycling“, erklärt Huber. Auch im LKW wird bei der Leerung der Glascontainer getrennt: Der Laderaum ist in drei Kammern für weißes, grünes und braunes Glas unterteilt. Für ein effizientes sortenreines Glasrecycling ist diese Trennung unerlässlich. Deckel müssen nicht abgeschraubt werden, da sie in den Glassortieranlagen separiert werden können.

„Jedoch gibt es auch Glassorten, die auf keinen Fall in die Glascontainer geworfen werden dürfen. Dazu gehören unter anderem Scherben von Fenster- und Autoscheiben, Spiegelglas, feuerfestes Glasgeschirr, Ceranglasscherben sowie Glühbirnen, Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren“, weiß die Expertin. In der Regel seien diese Glasarten von anderer Beschaffenheit als etwa Glasflaschen und haben unterschiedliche Schmelzpunkte. Keramik und Porzellan dürfen ebenfalls nicht zum Altglas, da sie die Glasschmelze unbrauchbar machen können. Diese gehören in den Restmüll.

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Landratsamt Ortenaukreis
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