Energiewende und Energieversorgung
Berlin - 18.12.2014

Energiedaten

Der Energieverbrauch in Deutschland ist gesunken. Das belegen die Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen für 2014. Folge dieser Entwicklung: Der Ausstoß von Treibhausgasen ist in diesem Jahr gut fünf Prozent geringer als 2013. Er erreicht damit den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Der Energieverbrauch dieses Jahres ist fast fünf Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum. Die positive Entwicklung ist vor allem auf das mildere Wetter zurückzuführen. Rechnet man die Temperaturen und andere Sondereffekte heraus, ist der Energieverbrauch um etwa ein Prozent gesunken.

Erneuerbare legen weiter zu

Die aktuellen Zahlen spiegeln auch den Fortschritt beim Ausbau der erneuerbaren Energien wider. Im Vergleich zu 2013 ist der Anteil der nachhaltigen Energieträger am gesamten Energieverbrauch von 11,1 gegenüber 10,4 Prozent im Vorjahr gestiegen. Der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Bruttostromverbrauch erhöhte sich sogar auf 27,3 Prozent. Das ist eine neue Bestmarke nach dem Vorjahresanteil von 25,4 Prozent.

Die Windenergie an Land und auf See hat ihren Anteil an der Stromerzeugung um etwas mehr als ein Prozent gesteigert. Bei der Photovoltaik gab es ein Plus von 14 Prozent.

Anteil der Kernenergie wird geringer

Während die erneuerbaren Energien immer wichtiger werden, verliert die Kernenergie an Bedeutung. Ihr Anteil am gesamten Energiemix ist 2014 um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Auch bei den fossilen Energieträgern ist ein Rückgang im ersten Halbjahr zu beobachten. Die größten Einsparungen gab es beim Erdgas. Dessen Verbrauch ist gegenüber 2013 um 14 Prozent gesunken. Ursache ist ein geringerer Bedarf beim Heizen sowie bei Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung und in der chemischen Grundstoffindustrie. Auch Stein- und Braunkohle kamen weniger zum Einsatz.

Ölheizungen immer seltener

Der Öl-Verbrauch ist um über einem Prozent niedriger ausgefallen als im Vorjahr. Vor allem die niedrigere Nachfrage nach Heizöl hat diesen Wert geprägt. Ölheizungen sind auch als Technik auf dem Rückzug: Von den zwischen 2000 und 2014 neu gebauten Wohnungen ist nur noch knapp ein Prozent mit Heizölsystemen ausgestattet. Stark gestiegen ist dagegen der Anteil der Heizungen mit Wärmepumpen und Fernwärme.

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) wurde 1971 von Wirtschaft und Wissenschaft gegründet. Sie erstellt statistische Daten und Analysen zum Thema Energiewirtschaft. Die Bilanzen der AGEB tragen zum Monitoring der Energiewende bei. Sie bilden zum Beispiel eine wesentliche Grundlage für den Monitoring-Bericht der Bundesregierung zur Energiewende.

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Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
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