Energiewende und Energieversorgung
Berlin - 18.12.2014

Vattenfall und die Stadtwerke München (SWM) geben den Startschuss für die Fertigung der Komponenten des Offshore-Windparks „Sandbank“

Den Anfang macht jetzt die Fabrikation der 72 Stahlfundamente (Monopiles) für die Windturbinen bei der EEW Special Pipe Constructions GmbH in Rostock. Die Monopiles haben je nach ihrem späteren Standort im Windpark einen Durchmesser von bis zu 6,80 Meter und sind bis zu 70 Meter lang.

Ein einzelner Monopile wiegt bis zu 886 Tonnen und besteht aus bis zu 25 zylindrischen Einzelkomponenten, so genannten „Schüssen“, die miteinander verschweißt sind. Die Schüsse werden aus ebenen Stahlplatten gewalzt und bei einem Druck von 5.700 Tonnen zu Zylindern geformt. Für die Fertigung aller 72 Monopiles sind rund 52.000 Tonnen Stahl nötig. Mit der Herstellung der Fundamente für „Sandbank“ ist die Produktion bei EEW SPC bis Mitte 2015 voll ausgelastet. Darüber hinaus startet in Kürze ebenfalls die Fertigung des Offshore-Umspannwerks für Sandbank.

„Wir freuen uns, dass wir mit der EEW Special Pipe Constructions erneut einen erfahren Partner für die Fertigung der Monopiles an Bord haben. Die Offshore-Windenergie entwickelt sich weiter zu einem starken wirtschaftlichen Faktor für die Küstenregion. Dieser neue Industriezweig schafft Arbeit und Wertschöpfung und sichert darüber hinaus auch Arbeitsplätze bei Zulieferfirmen im gesamten Bundesgebiet“, sagt Gunnar Groebler, Chef der Business Unit Renewables in der Regionaleinheit Continental / UK bei Vattenfall.

Christian Vogt, Leiter SWM Beteiligungsmanagement: „Der pünktliche Start der Herstellungsarbeiten ist ein wichtiger Schritt für das Projekt Sandbank. Die Fundamentierung ist ein Schlüsselgewerk. Mit EEW haben wir bereits in anderen Offshore Projekten erfolgreich zusammengearbeitet. Wir freuen uns, dass das Projekt Sandbank nun in die Realisierung geht.“

Mit dem Projekt Sandbank setzen Vattenfall und die SWM ihre bewährte Partnerschaft beim Bau von Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee fort. Das Investitionsvolumen für Sandbank beläuft sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. An der für die Umsetzung des Projekts gegründeten Sandbank Offshore GmbH hält Vattenfall 51 Prozent, die SWM halten 49 Prozent der Anteile. Errichtet werden 72 Siemens-Windenergieanlagen der 4-Megawatt (MW)-Klasse mit einer gesamten installierten Leistung von 288 MW. Der Baubeginn auf See ist für das Jahr 2015 geplant. Sandbank ist nach dem Offshore-Windpark DanTysk bereits das zweite große Infrastrukturprojekt, das Vattenfall und die SWM im Rahmen der Energiewende gemeinsam umsetzen. DanTysk befindet sich derzeit in der Inbetriebnahmephase und wird 2015 komplett ans Netz gehen.

Daten und Fakten Sandbank

  • Name Offshore-Windpark Sandbank
  • Joint Venture Partner Vattenfall Windkraft GmbH (51%)
    Stadtwerke München (49%)
  • Anzahl Windturbinen 72
  • Turbinentyp SWT-4.0-130
  • Nennleistung je Turbine 4,0 MW
  • Gesamte installierte Leistung 288 MW
  • Voraussichtliche Jahresstromproduktion 1,4 Terawattstunden (TWh)
    = Verbrauch Anzahl deutscher Haushalte
    ~ 400.000 (bei Jahresverbrauch von 3700 kWh)
  • Wassertiefe 24-33 m
  • Fundament-Typ Monopiles
  • Größe des Windparks 60 km2
  • Entfernung zur Küste 110 km (90 km vor Sylt)
  • Höhe bis Rotorblattspitze über Meeresspiegel 158 m
  • Nabenhöhe 95 m
  • Rotordurchmesser 130 m
  • Seekabel Sylwin1
  • Kabellänge bis zur Küste 165 km ab Konverterstation
  • Landungsstelle des Kabels Büsum
  • Distanz zwischen Kabel-Landung und Umspannwerk 45 km
  • Baubeginn Sommer 2015

Hauptvertragspartner: 

  • Turbinen Siemens AG
  • Fundamentdesign Rambøll
  • Fundamentherstellung incl. Verbindungsstück EEW Special Pipe Constructions GmbH
  • Verbindungstücke (zw. Fundament und Turm) EEW Special Pipe Constructions GmbH
  • Fundamentinstallation Bilfinger Construction GmbH
  • Turbineninstallationsschiff MPI Contractors B.V.
  • Innerparkverkabelung Visser & Smit Marine Contracting GmbH
  • Offshore Umspannwerk Bladt Industries A/S

Über Vattenfall

Vattenfall ist ein führendes europäisches Energieunternehmen und betreibt mehr als 1.000 Windenergieanlagen mit einer gesamten installierten Leistung von 1.900 Megawatt (MW). Im Jahr 2013 hat das Unternehmen so rund fünf Milliarden Kilowattstunden Windstrom produziert. Diese Strommenge reicht rechnerisch, um den Jahresstrombedarf von rund 1,25 Millionen deutschen Durchschnittshaushalten zu decken. Seit dem Jahr 2002 hat Vattenfall in seinen Märkten bislang rund fünf Milliarden Euro in den Ausbau der Windenergie an Land und auf See investiert. Ende 2013 betrug Vattenfalls Anteil an der weltweit installierten Offshore-Windleistung 12,5 Prozent (850 MW von 6.900 MW).

Die Stadtwerke München

Die Stadtwerke München (SWM) zählen zu den größten Energie- und Infrastrukturunternehmen Deutschlands. Bis 2025 wollen die SWM so viel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, wie ganz München verbraucht. München wird damit weltweit die erste Millionenstadt sein, die dieses Ziel erreicht. Einen wichtigen Beitrag hierzu wird die Windenergie liefern.

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Fabrikation der Fundamente für Offshore-Windpark „Sandbank“ startet in Rostock als PDF - Anhang 1
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