Energiewende und Energieversorgung
Düsseldorf - 11.12.2014

28. Station der Tour "ZukunftsEnergienNRW: Orte der Energiezukunft" / Umweltminister Remmel besucht Bosch Solarthermie GmbH in Wettringen

Auf der 28. Station seiner Zukunftsenergientour hat NRW-Umweltminister Johannes Remmel in Begleitung einer Delegation der EnergieAgentur.NRW die Bosch Solarthermie GmbH im münsterländischen Wettringen besucht. Das Unternehmen gehört zu den größten Flachkollektor-Herstellern in Deutschland und produziert unter anderem Solarspeicher sowie Regelgeräte für Solaranlagen und Solarstationen.

„Nordrhein-Westfalen hat sich rund um die Nutzung erneuerbarer Energien zu einem international beachteten Standort entwickelt. Das liegt nicht zuletzt an den hier ansässigen Unternehmen wie der Bosch Solarthermie GmbH. Die Leistungsfähigkeit und die Innovationskraft dieser Unternehmen sind charakteristisch und maßgeblich für den ,Klimaschutz made in NRW‘", sagte Umweltminister Johannes Remmel.

Mit solarthermischen Systemen wie denen von Bosch kann ein erheblicher Teil des Wärme- und Warmwasserbedarfs gedeckt werden. Inzwischen gibt es so genannte Sonnenhäuser mit 100% solarthermischem Ertrag, in denen fossile Energien vollständig vermieden werden. "Es sind solche innovativen Energiekonzepte, mit denen die NRW-Wirtschaft ihre Vorreiterstellung im Bereich der Zukunftstechnologien sowie die Nutzung Erneuerbare Energien in NRW ausbauen kann - und so zudem einen wichtigen Beitrag liefert, dass Verbraucher Treibhausgase und nicht zuletzt eine Menge Geld einsparen können", so Minister Remmel.

Die Bosch Solarthermie GmbH hat unter anderem ein Ultraschall-Schweißverfahren maßgeblich weiterentwickelt und hält dazu die Patenunserer Tätigkeiten gering zu halten und den Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern. Dafür hat Bosch weltweit ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 eingeführt. Regelmäßige Audits stellen sicher, dass die an den Bosch-Standorten ergriffenen Umweltmaßnahmen wirksam sind und dazu beitragen, die definierten Ziele zu erreichen: Bis 2020 wollen wir unsere CO2-Emissionen um 20 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2007 senken und unsere Energieeffizienz um 20 Prozent verbessern“, erklärte Rüdiger Krieger, technischer Werkleiter Bosch Solarthermie GmbH.

„Bei Bosch kann man exemplarisch sehen, dass Unternehmen nicht nur Produzenten sind. Unternehmen sind gerade in der Branche der Erneuerbaren in den meisten Fällen auch Entwickler, weil es für viele technische Probleme noch gar keine Lösungen gibt. In Nordrhein-Westfalen sind wir dabei sehr gut aufgestellt. Aus der Erfahrung wissen wir: Vor allem die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft steigert den nützlichen Output für die Energiewende und den Klimaschutz noch zusätzlich, wie das Beispiel hier in Wettringen belegt“, sagte Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

Die Bosch Solarthermie GmbH gehört zum Bosch-Geschäftsbereich Thermotechnik. Dieser ist mit einem Umsatz von 3,1 Milliarden Euro (2013) Weltmarktführer bei Heizsystemen für Wohngebäude und einer der führenden Anbieter von energieeffizienten Lösungen für Raumklima und Warmwasserkomfort. Bosch Thermotechnik hat weltweit rund 13.500 Mitarbeiter, 90 Prozent davon in Europa. Im Werk in Wettringen sind rund 170 Mitarbeiter beschäftigt. Im vergangenen Jahr investierte Bosch Thermotechnik 129 Millionen Euro in die Forschung und Entwicklung.

Wettringen ist die 28. Station der Zukunftsenergientour von Minister Remmel. Im Rahmen seiner Initiative "ZukunftsEnergienNRW: Orte der Energiezukunft" besucht der Minister innerhalb der laufenden Legislaturperiode 60 ausgewählte Orte, an denen Zukunftsenergien erfolgreich eingesetzt oder erprobt werden. Zum Auftakt der ZukunftsEnergien-Tour besuchte Minister Remmel Anfang Juli 2012 die Energie-Vorzeige-Gemeinde Anröchte im Kreis Soest.

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Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
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