Kreislaufwirtschaft
Stadtlohn - 25.11.2021
Foto (von links nach rechts): Dr. Frank Dudda (Oberbürgermeister der Stadt Herne), Dr. Marieke Hoffman (Projektleiterin Deutsche Umwelthilfe), Horst Tschöke (Geschäftsführer Entsorgung Herne). Sie stehen im Besucherzentrum unter dem erhöhten Modulo-Podest

Herne ist in der Kategorie „Kreisfreie Großstadt“ ausgezeichnet als Gewinner des Wettbewerbs

Die Kommune bekam die Auszeichnung von der Deutschen Umwelthilfe, die damit die Aufmerksamkeit auf die zirkulären Konzepte für Wertstoffhöfe und Anwendungsbeispiele richtet.

Modulo Wertstoffhöfe hat den Wertstoffhof entworfen und gebaut. ,,Wir sind stolz auf die Auszeichnung für Herne“, sagte Bürgermeister Dr. Frank Dudda nach der Preisverleihung. Wir wurden für unser Engagement in den Bereichen Abfallvermeidung und Wiederverwendung belohnt, indem wir unsere Einwohner durch die Einrichtung eines inspirierenden Besucherzentrums sensibilisiert haben.

Wertstoffhof entworfen und gebaut mit maximaler Zirkularität

Herne wurde von der Deutschen Umwelthilfe unter anderem deshalb ausgezeichnet, weil es der Kommune gelingt, das Bewusstsein der Besucher für die Bedeutung von Abfall im weitesten Sinne des Wortes zu schärfen. Sowohl für die Reduzierung von Abfällen als auch die richtige Trennung, Reparatur und Wiederverwendung.

In den letzten Jahren hat Herne sich sehr engagiert, um das Bewusstsein für diese Problematik zu schärfen, z. B. durch Aufklärung, die Organisation von Workshops, Repaircafés und Tauschtage. Darüber hinaus ist es der Kommune gelungen, einen modernen Wertstoffhof zu schaffen, der nach dem Prinzip der Zirkularität entworfen und gebaut wurde.

,,Wertstoffhöfe haben als zentrale Anlaufstelle zur Abgabe von Wert-und Schadstoffen eine große Bedeutung“, sagt die stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführern Barbara Metz. „Sie machen es den Besuchern so einfach wie möglich, Dinge zu bringen, und sensibilisieren die Besucher für eine gute Abfalltrennung. Sie fördern auch Wiederverwendung. Eine hohe Qualität der kommunalen Wertstofferfassung ist somit entscheidend für den Klima-und Ressourcenschutz. Der Wertstoffhof der Entsorgung Herne erfüllt diese Aufgaben in vorbildlicher Weise.“

Sensibilisieren, reparieren, tauschen und wiederverwenden

Der Wertstoffhof in Herne verfügt über ein erhöhtes Podest mit mehreren darunterliegenden Räumen, die für vielfältige zirkuläre Funktionen genutzt werden. Ein Beispiel ist das Besucherzentrum, das eine zentrale Funktion als Begegnungsort hat. Das Besucherzentrum verfügt über Medien-, Schau- und Werkräume, die für vielfältige Umweltbildungsangebote genutzt werden. Es gibt zahlreiche Workshops, Reparaturarbeiten und ein breites Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, zum Beispiel zu den Themen Abfallvermeidung, Wiederverwendung oder Kompostierung. Das Besucherzentrum verfügt auch über große Tauschregale, in denen gebrauchte Bücher, Spielwaren und Haushaltsgegenstände eine zweite Chance erhalten. An den regelmäßig auf dem Gelände stattfindenden Tauschtagen können im größeren Umfang Gebrauchtwaren ausgetauscht werden. Online wird das Angebot durch einen kostenlosen Tausch-und Verschenk- Markt ergänzt. Der Wertstoffhof in Herne leistet einen praktischen Beitrag zur Abfallvermeidung: Noch funktionstüchtige Elektrogeräte, Fahrräder und andere Produkte werden an soziale Einrichtungen weitergegeben.

Kundenfreundlich und zirkulär gebaut

Der grünste Wertstoffhof Deutschlands ist modern und kundenfreundlich. Der Ausgangspunkt für den Entwurf war, dass die Kunden in der Lage sein sollten, ihre Abfälle und Rohstoffe einfach zu entsorgen oder zu deponieren. Der Schwerpunkt lag auf einer intelligenten Logistik mit optimaler Trennung von Besucher- und Werksverkehr. Weitere wichtige Punkte waren bequeme Annahmestellen, klare Schilder und maximale Sicherheit. Das gesamte Podest ist abgedeckt. Herne war auf der Suche nach einem zirkulären, nachhaltigen Gesamtkonzept. Aus diesem Grund hat sich die Entsorgung Herne für das Modulo-Konzept entschieden. Das erhöhte Podest ist mit vorgefertigten U-Elementen gebaut, so dass es in Zukunft immer wieder angepasst werden kann. Da die U-Elemente hohl sind, entstehen unter dem Podest enorme Flächen für die Anwendung der zirkulären Funktionen.

Eine zirkuläre Vision und Entscheidungskraft bei der Umsetzung

Nicht nur das Podest ist zirkulär gebaut. Um energieneutral zu sein, wurden auf dem großen Dach auch Sonnenkollektoren installiert. Außerdem ist das Besucherzentrum geothermisch beheizt, und es wurde eine LED-Beleuchtung installiert. Das Regenwasser wird in einem natürlichen Wasserbecken gesammelt und unter anderem für die Toilettenspülung und die Reinigung der Kehrmaschinen verwendet. Wir haben für den Wertstoffhof wirklich grüne Entscheidungen getroffen, zum Beispiel durch die modulare Bauweise, die Nutzung der Unterseite des Podestes und die Sonnenkollektoren auf dem Dach, sagt Bürgermeister Dudda. “ Dies steht im Zusammenhang mit unserer strategischen Vision für Umwelt und Zirkularität". Ron van Ommeren, Direktor von Modulo, ist stolz, dass Herne die Auszeichnung erhalten hat. „Wir haben bereits 2014 gemeinsam mit der Kommune und Entsorgung Herne mit der Entwicklung und Gestaltung des Wertstoffhofes begonnen. Im Jahr 2017 konnten wir diesen schönen Wertstoffhof bauen. Die Kommune und die Entsorgung in Herne haben eine klare zirkuläre Vision, und sie sind entschlossen, sie auch umzusetzen.“

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Modulo Wertstoffhöfe GmbH