EU will bis zu 250 Milliarden grüne Anleihen emittieren

Finanzen/Unterrichtung

Die Europäische Union wird im Rahmen ihres Aufbauinstruments Next Generation EU (NGEU), mit dem die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise unterstützt werden soll, im Oktober dieses Jahres erstmals sogenannte grüne Anleihen herausgeben.


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Die schreibt die Bundesregierung in ihrem als Unterrichtung (19/32639) vorgelegten Ersten Bericht zum Aufbauinstrument Next Generation EU. Das Programm hat ein Volumen von insgesamt rund 750 Milliarden Euro, die den Mitgliedstaaten als direkte Zuschüsse und als Kredite zur Verfügung gestellt werden sollen, auch um den grünen und digitalen Wandel zu unterstützen. Der größte Anteil des Aufbauinstruments entfällt auf die Aufbau- und Resilienzfazilität.

Wie die Bundesregierung schreibt, sollen noch im Oktober bei geeigneten Marktbedingungen die ersten grünen Anleihen begeben werden. Bis zum Jahr 2026 wolle die Europäische Kommission grüne Anleihen mit einem Volumen von bis zu 250 Milliarden Euro emittieren. Dies entspreche etwa 30 Prozent des Emissionsvolumens. Die ersten, noch nicht grünen Anleihen zur Finanzierung von NGEU sind nach Angaben der Kommission auf ein starkes Anlegerinteresse gestoßen und mehrfach überzeichnet worden. Insgesamt seien innerhalb von vier Wochen Anleihen mit einem Volumen von 45 Milliarden Euro mit Laufzeiten von fünf, zehn, 20 und 30 Jahren begeben worden.

Die größten Zuschüsse aus der Aufbau- und Resilienzfazilität entfallen mit 69,5 Milliarden Euro auf Spanien beziehungsweise 68,9 Milliarden Euro auf Italien. Danach folgen Frankreich (39,4 Milliarden Euro), Deutschland (25,6 Milliarden Euro), und Polen (23,8 Milliarden Euro). Von den in diesem Programm vorgesehenen Darlehen kann Italien bis zu 122,6 Milliarden Euro erhalten. Für Griechenland werden bis zu 12,7 Milliarden Euro genannt und für Portugal rund 2,7 Milliarden Euro.

Die von den einzelnen Ländern vorgelegten Programme wurden nach Angaben der Bundesregierung im Wirtschafts- und Finanzausschuss sowie im Europäischen Rat geprüft. In allen Fällen sei die Bewertung der Kommission insgesamt positiv ausgefallen. Die Programme seien einstimmig beschlossen worden.

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