Energiewende und Energieversorgung
Mannheim - 11.10.2021
MVV Energie AG

Energieunternehmen MVV treibt mit „Mannheimer Modell“ die Energiewende voran und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des Pariser Klimaschutzabkommens

Bis 2040 wird MVV klimaneutral und ab 2040 sogar klimapositiv – MVV-Chef Dr. Müller: „Mit unserem ‚Mannheimer Modell‘ wollen wir eines der ersten klimapositiven Energieunternehmen werden.“

Die MVV Energie AG, eines der führenden Energieunternehmen in Deutschland, erhöht erneut das Tempo bei ihrem Kurs Richtung Klimaneutralität, wie MVV im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gab. So will das Energieunternehmen bereits bis 2030 eine CO2-Reduktion von mindestens 80 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018 erreichen. „Und wir gehen noch weiter: Bis 2040 wollen wir nicht nur klimaneutral werden – nach 2040 wird unsere Zukunft sogar ‚klimapositiv‘. Wir werden also der Atmosphäre wieder Treibhausgase entziehen“, betonte Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender der MVV.

Dafür setzt das Energieunternehmen neben der Stromwende und dem damit verbundenen Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Unterstützung seiner Kunden bei deren Dekarbonisierung vor allem auf die Wärmewende. „Mannheimer Modell“ nennt die MVV diesen Weg. „Die Wärmewende ist der vielleicht wichtigste Schlüssel für die Erreichung der Klimaneutralität von MVV“, sagte Dr. Müller und ergänzte: „MVV wird deutlich schneller, nämlich bereits in der jetzt laufenden Dekade, den eigenen Fernwärmebereich in Mannheim und der Region klimaneutral stellen.“ Damit nimmt MVV bei seinen Klimaschutz-Aktivitäten weiter an Fahrt auf.

Eine Million Tonnen CO2 fünf Jahre früher eingespart als geplant

Mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der Europäischen Union in Sachen Klimaschutz sieht sich MVV einmal mehr als Vorreiter. Klimaschutz und die Energiewende sind die klaren Handlungsmaximen von MVV. Die Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft betrachtet das Unternehmen als eine Schlüsselaufgabe, bei der die Energiewirtschaft als einer der großen Emittenten intensiv gefordert sei, so Dr. Müller: „Der Ausbau der erneuerbaren Energien, Elektromobilität, die Wärmewende, Smart Cities: All das geht nur mit Energie und nur durch den Einsatz klimafreundlicher Technologien.“

Diesem Grundsatz folgten auch die Zehn-Jahres-Ziele bis 2026, die sich das Unternehmen bereits 2016 gesetzt hatte – im Einzelnen die Verdopplung des Portfolios an eigener erneuerbarer Erzeugungskapazität bis 2026, die Installation von 10.000 Megawatt an Erzeugungsleistung auf Basis regenerativer Energien, die Schaffung einer klimaneutralen Verwaltung sowie die Einsparung von einer Million Tonnen Netto-CO2-Emissionen bis 2026. „Das Ziel, eine Million Tonnen CO2-Emissionen netto einzusparen, haben wir bereits in diesem Jahr erreicht – also fünf Jahre vor der ursprünglichen Frist“, verkündete der Vorstandsvorsitzende.

Wärmewende als Herzstück zur Erreichung der Klimaneutralität

Als drittgrößtes deutsches Fernwärmeunternehmen versorgt die MVV-Gruppe nicht nur Mannheim sowie Teile der Metropolregion Rhein-Neckar mit Fernwärme, sondern durch seine Tochterunternehmen auch die Städte Kiel und Offenbach. Bundesweit stammen derzeit noch gut ein Drittel der deutschen CO2-Emissionen aus den Bereichen Warmwasser und Wärme in Gebäuden. MVV macht nun ihre Fernwärme Schritt für Schritt grün und stellt bis spätestens 2030 den Fernwärmebereich in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar vollständig auf grüne Energiequellen um.

„Wir stehen vor der Zukunftsaufgabe, die Fernwärme zum zweiten Mal neu zu erfinden“, erläuterte Dr. Müller. „Hierbei setzen wir als MVV auf das breiteste aller grünen Strom- und Wärme-Portfolios deutscher Energieunternehmen: die Nutzung der Abwärme aus Abfallbehandlung und Biomasse, die Klärschlammverwertung, die Nutzung regenerativer Energien wie Biomethan, von Flusswärmepumpen und von neuen Möglichkeiten im Bereich der Geothermie und industrieller Abwärme.“

Beitrag zur Erreichung des Pariser Klimaschutzabkommens

MVV bekennt sich mit seiner strategischen Ausrichtung klar zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens. Dafür treibt das Energieunternehmen neben der Umstellung der Fernwärmeversorgung und dem Aufbau von kundenbezogenen Lösungen auch den politisch bereits beschlossenen Kohleausstieg konsequent voran. Die Emissionen aus konventionellen Erzeugungspositionen werden sukzessive auf null gesetzt. Und auch das Ausbautempo für erneuerbare Energie zur Erzeugung von Strom und grüner Wärme hält MVV weiter hoch. Die Stromerzeugung auf Basis regenerativer Energien wird bis 2026 – wie schon zwischen 2010 und 2016 – noch einmal verdoppelt.

„Mannheimer Modell”: Ab 2040 wird MVV klimapositiv

„Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein, MVV schon 2040. Dort endet unser Mannheimer Weg aber nicht. Stattdessen gehen wir noch weiter. Wir blicken über 2040 hinaus und wollen dann sogar klimapositiv werden“, erklärte Dr. Müller. Deshalb wird MVV ihre Abfallbehandlungsanlagen langfristig durch CO2-Abscheidung dekarbonisieren und damit zu CO2-Senken weiterentwickeln.

Für seine Ziele in Sachen Klimaschutz nutze MVV also alle verfügbaren grünen Zukunftstechnologien und Optionen, so der MVV-Chef: „Unseren Weg in eine klimapositive Zukunft nennen wir bei MVV das ‚Mannheimer Modell‘. Ein Modell, das beispielhaft werden wird für viele Städte und Kommunen in Deutschland und Europa und mit dem wir eines der ersten ‚klimapositiven‘ Energieunternehmen werden wollen.“

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MVV startet mit „Mannheimer Modell“ in eine klimapositive Zukunft als PDF - Anhang 1
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