Kreislaufwirtschaft
Mainz - 05.11.2014

Umwelttechnik aus Rheinland-Pfalz ist ein Exportschlager

Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke berichtete zur Eröffnung der 5. Internationalen Kreislaufwirtschaftskonferenz über die starke Position der Umwelttechnikbranche in Rheinland-Pfalz.

Lemke: „Umwelttechnik made in Rheinland-Pfalz ist heute schon in vielen Bereichen international führend, beispielsweise auf dem Gebiet der Energieeffizienz, der umweltfreundlichen Energieerzeugung, im Bereich Wasser und Abwasser sowie im Recycling. Die Branche hat bereits heute einen Anteil von 12 Prozent am gesamten Bruttoinlandsprodukt in Rheinland-Pfalz – Tendenz steigend. Die Wachstumsrate der gesamten Branche liegt im Bundesdurchschnitt bei 7,5 Prozent. In Rheinland-Pfalz liegen wir sogar noch deutlich darüber. Mit einem Wachstum von sage und schreibe 16 Prozent im letzten Jahr wächst die Branche um mehr als das doppelte.“

„Diese hervorragende Ausgangsposition wollen wir bestmöglich nutzen“, so Lemke weiter. „Durch den gezielten Ausbau unsere Kompetenzen auf dem Gebiet der Umwelttechnologien können sich weitere erhebliche Chancen für die rheinland-pfälzische Industrie und den Mittelstand ergeben.“

Die Internationale Kreislaufwirtschaftskonferenz findet alljährlich im Rahmen der Kreislaufwirtschaftswoche Rheinland-Pfalz statt, die vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Hochschule Trier zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium und dem Umweltministerium ausgerichtet wird. Schon zum zweiten Mal ist die Konferenz ein Kooperationsprojekt zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Saarländischer Kooperationspartner ist wieder der Entsorgungsverband Saar. Das Themenspektrum der international viel beachteten Konferenz reicht von energieautarken Kommunen, innovationen Gebäudekonzeptionen bis zu Energiemasterplänen für ganze Regionen und landesweite Kreislaufwirtschaftsstrategien.

Im Rahmen der Kreislaufwirtschaftswoche hat Wirtschaftsministerin Eveline Lemke am Vorabend der Fachkonferenz rund 90 Vertreter hochrangiger internationaler Delegationen und heimischer Wirtschaftsunternehmen in der Kupferbergterasse in Mainz empfangen. Unter den ausländischen Gästen waren der Botschafter und der Generalkonsul Sri Lankas, S.E. Karunatilaka Amunugama und S.E. Pradip Jayewardene, der stellvertretende Direktor für Technik und Planung der Verwaltung des Emirates Dubai, S.H. Dr. Abdulla Rafia, Dr. Nasser Al Masri aus Kuwait, der die Arabische Föderation für Jugend und Umwelt vertritt sowie Heather McTeer Toney, die Leiterin der regionalen U.S. Environmental Protection Agency (EPA) für den Südwesten der USA.

Die internationalen Gäste hatten während der Fachkonferenz auf dem Umweltcampus in Birkenfeld und bei zahlreichen Betriebsbesichtigungen im Land Gelegenheit, sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Umwelttechnologiebranche im Land zu machen. Zu den Besichtigungsstandorten zählen beispielsweise die energieautarke Kläranlage Weilerbach, die Energielandschaft in Morbach sowie moderne Technologien zur energetischen und stofflichen Nutzung von Abfällen.

Diese innovativen Lösungsansätze zu Kreislaufwirtschaft und Null-Emission sind insbesondere bei den Gästen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gefragt. Im Kontext der EXPO 2020 in Dubai wird eine neue Null-Emissions-Stadt für 160.000 Einwohner errichtet werden. Das Planungskomitee möchte für dieses Großprojekt daher Kooperationen mit rheinland-pfälzischen Unternehmen aus der Umweltbranche aufbauen.

Teilen Sie diesen Beitrag


Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz
direkter Link zum Artikel