Fuhrpark und Mobilität
Berlin - 11.06.2021

Svenja Schulze hat heute Förderschecks aus dem Flottenaustauschprogramm "Sozial & Mobil" an soziale Einrichtungen aus Castrop-Rauxel, Dortmund, Ense und Senden virtuell überreicht.

Vier Pflege-, Senioren- und Sozialdienste beschaffen mit den Fördermitteln mehr als sechzig neue Elektrofahrzeuge. Außerdem wird mit den Fördermitteln die jeweilige Ladesäuleninfrastruktur vor Ort ausgebaut. Das Förderprogramm "Sozial & Mobil" läuft bis Ende 2022.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: "In Castrop-Rauxel, Dortmund, Ense und Senden rollen soziale Dienste bald elektrisch durch die Stadt. Leisere Fahrzeuge mit weniger Abgasen schonen das Klima, sind gut für die Umwelt und verbessern die Lebensqualität vor Ort. Mit der Unterstützung des BMU sollen soziale Einrichtungen den Umstieg auf batterieelektrische Antriebe schaffen. Mit vielen kurzen Fahrten sind ambulante Dienste oder auch der Menüservice optimal für die Nutzung von Elektrofahrzeugen. In Kombination mit dem Umweltbonus können wir mit der Förderung die Mehrkosten eines neuen Elektrofahrzeugs nahezu ausgleichen. Wenn soziale Einrichtungen jetzt aktiv werden, ist das eine Chance für den Klimaschutz und die Lebensqualität der Beschäftigen sowie der Menschen, die von Ihnen betreut werden."

Folgende soziale Einrichtungen und Dienste erhielten heute einen Förderbescheid:

  • Castrop-Rauxel: Der B&P Pflegeservice wird 16 Elektrofahrzeuge plus Ladeinfrastruktur anschaffen. Der ambulante Pflegedienst tauscht damit die gesamte bestehende Verbrenner-Flotte aus. Die Fahrzeuge werden unter anderem für Essen auf Rädern, Haushaltshilfe, Gartenhilfe, Fahrdienste und den Hausnotruf eingesetzt.
  • Dortmund: Die PTV Psychosozialer Trägerverbund, Dortmund GmbH unterstützt hilfsbedürftige Personen durch ambulante Hilfs- und Betreuungsdienste. Die 40 neuen Elektrofahrzeuge ergänzen die acht vorhandenen Autos, damit wird künftig die Hälfte der Pkw-Flotte des PTV elektrisch fahren.
  • Ense: Der Pflegedienst "lebenswert Mandischer GbR" ist ein ambulanter Pflege- und Be-treuungsdienst. Zu den Leistungen gehören unter anderem die häusliche Pflege, betreutes Wohnen, die Intensiv- und Tagespflege. Die aktuell vorhandenen zehn Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor wollen alle ausgetauscht werden. Überdies werden mit den Fördermitteln Doppelladesäulen installiert.
  • Senden: Die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung Senden und Umgebung e. V. wird mit der Förderung ein Elektrofahrzeug anschaffen. Die Einrichtung betreibt Sonderkindergärten, Bildungseinrichtungen, Werkstätten und Wohnheime. Im Bereich der Schulbegleitung für geistig-behinderte beziehungsweise im sozialen Verhalten auffällige Kinder soll das neue Elektrofahrzeug für Fahrten zu Schulen, Familien sowie Jugend- und Sozialämtern eingesetzt werden.

Soziale Einrichtungen, die ihren Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umstellen wollen, können bis Ende 2022 eine Förderung beantragen. Aufgrund der aktuell langen Lieferzeiten ist eine frühzeitige Beantragung empfehlenswert. Bis Ende 2022 stehen über "Sozial & Mobil" insgesamt 200 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

In Deutschland sind derzeit mehr als 280.000 Fahrzeuge für Unternehmen und Organisationen im Gesundheits- und Sozialwesen auf deutschen Straßen unterwegs. Bislang wird nur eine kleine Zahl davon elektrisch betrieben. Mehr als 45.000 dieser Pkw und Kleinbusse werden jährlich erneuert. Die Anschaffung von Elektrofahrzeugen zahlt sich langfristig aus: Elektrofahrzeuge haben geringere Betriebskosten als Verbrenner, und aufgrund des CO2-Preises werden herkömmliche Kraftstoffe immer teurer. Für den Kauf eines Elektrofahrzeugs anstelle eines Verbrenners bietet das Programm verschiedene Fördermöglichkeiten.

Neben dem Flottenaustauschprogramm unterstützt das BMU soziale Einrichtungen mit dem Förderprogramm "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" bei investiven Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Beide Programme sind Bestandteil des Konjunktur- und Zukunftspakets, das die Bundesregierung in Reaktion auf die Corona-Pandemie auf den Weg gebracht hat.

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BMU Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
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