Grünflächenpflege, Boden-, Gewässer- und Landschaftsschutz
Steinfurt - 29.10.2014

Erstes Treffen der begleitenden Arbeitsgruppe mit Ministeriums-Vertretern

„Hotspots der biologischen Vielfalt“ – das sind Regionen, die mit einer besonders hohen Dichte und Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräumen aufwarten können. 30 solcher Hotspots gibt es in Deutschland, nach fachlichen Kriterien ausgewählt vom Bundesamt für Naturschutz im Rahmen der „Nationalen Biodiversitätsstrategie“.

Mit dabei: das südliche Emsland und die nördliche Westfälische Bucht, kurz als „Hotspot 22“ bezeichnet. An der über 1000 km² großen Fläche haben zwei Bundesländer und vier Landkreise Anteil. In Nordrhein-Westfalen sind es der nördliche Kreis Steinfurt und Teile des Kreises Borken.

Die sieben Verbundpartner des Projekts „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ trafen sich jetzt im Kötterhaus des Kreislehrgartens erstmalig seit Start des Projekts vor einem Jahr mit Vertretern des Bundesministerium für Umwelt, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV), des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie der Bezirksregierung Münster in Steinfurt, um über den Projektstand zu berichten.

In dem groß angelegten Verbundprojekt, das eine Laufzeit von sechs Jahren hat, sollen unter anderem die für die Region charakteristischen nährstoffarmen Sandstandorte erhalten, ausgebaut und vernetzt werden. Ein weiteres Ziel ist die Einbindung von Interessengruppen und der Bevölkerung vor Ort. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sollen die Menschen aus der Region informiert und für die biologische Vielfalt sensibilisiert werden.

Nach einem Jahr Laufzeit zogen die Verbundpartner eine positive Bilanz: Das Projekt ist gut angelaufen, die ersten Maßnahmen des Biotopmanagements sind umgesetzt worden, es konnten schon jetzt zahlreiche regionale Partnerschaften gegründet werden, und die Öffentlichkeit wird regelmäßig über die Presse informiert.

Projektkoordinatorin Esther Susewind informierte: „Ab sofort steht die projekteigene Homepage online. Wir möchten informieren und vor allem auch zum Mitwirken im Projekt anregen.“

Die Internetseite ist unter www.wege-zur-vielfalt.de abrufbar. Der Projektflyer kann auf der Homepage heruntergeladen werden und liegt im Kreishaus in Steinfurt, in der Verwaltungsstelle in Tecklenburg sowie bei den Städten und Gemeinden im Projektgebiet aus.

Info:

Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt „Wege zur Vielfalt“ aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit 75 % der Gesamtkosten. Das Bundesamt für Naturschutz begleitet das Naturschutzprojekt als Bewilligungsbehörde fachlich. Die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen beteiligen sich mit 15 % an den Kosten. Der Eigenanteil von 10 % wird von den Verbundpartnern getragen.

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Kreis Steinfurt
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