Klimawandel, Lärmschutz, Nachhaltigkeit
Karlsruhe - 29.05.2020

Schnelle Übersicht zur Luftqualität

Die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg hat ihr Angebot der Aktualdaten zur Luftqualität im Internet um den Luftqualitätsindex Baden-Württemberg (LQIBW) erweitert.

Der Index visualisiert tagesaktuell die Belastung der Luft mit Schadstoffen. Dabei werden Luftschadstoffe berücksichtigt, die sich bei erhöhten Konzentration kurzfristig negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken können. Mit einem Blick ist eine Bewertung der momentanen Luftqualität möglich und Personen, die gegenüber Luftschadstoffen empfindlich sind, können ihr persönliches Verhalten anpassen.

Indexklassen orientieren sich am Schulnotensystem

Die Indexklassen orientieren sich am deutschen Schulnotensystem von der Klasse 1 „sehr gut" bis Klasse 6 "sehr schlecht". Die Einteilung der Konzentrationen in verschiedene Indexklassen berücksichtigt Erkenntnisse verschiedener Studien zu Kurzzeitwirkungen von Luftschadstoffen auf die menschliche Gesundheit sowie Immissionsgrenzwerte und Informationsschwellenwerte der 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (39. BImSchV).

Vier Schadstoffe fließen in den Index ein

Der Index umfasst in der Regel die vier Schadstoffe: Ozon (O3), Stickstoffdioxid (NO2), Feinstaub mit einem Durchmesser von 10 Mikrometern (PM10) und Feinstaub mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometern (PM2,5). Der aktualisierte LQIBW steht ab sofort auf der LUBW-Webseite „Luft - Aktuelle Messwerte“ online zur Verfügung.

Darstellungsformen: vom schnellen Überblick ins Detail

Einen ersten Eindruck über die tagesaktuell vorherrschende Luftqualität in Baden-Württemberg erhalten Interessierte über die Karte „Immissionsdaten aus Baden-Württemberg“. Für eine schnelle Einschätzung wurden die Indexklassen farblich unterlegt. In den Stufen blau bis gelb entsprechen die gemessenen Werte unschädlichen Konzentrationen. Bei den Stufen orange und rot erreicht mindestens ein Luftschadstoff eine Konzentration, bei der Immissionsgrenzwerte oder Informationsschwellenwerte der 39. BImSchV überschritten werden und die sich kurzfristig negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

Details zu den Messwerten an den einzelnen Messstationen können den Ansichten Diagramm und Tabelle entnommen werden.

Hintergrundinformation

Der Luftqualitätsindex steht für alle Messstellen zur Verfügung, an denen Geräte zur kontinuierlichen Messung der Luftqualität installiert sind. Das sind alle dauerhaft betriebenen Messstationen im Luftmessnetz Baden-Württemberg (Verkehrsmessstationen, städtische und ländliche Hintergrundmessstationen). An den verkehrsnahen Messstellen, bei denen Stickstoffdioxid mit Passivsammlern gemessen wird, kann kein Luftqualitätsindex ermittelt werden.

In die Indexierung fließen alle Schadstoffe ein, die am entsprechenden Messstandort gemessen werden. An den verkehrsnahen Messstellen wird kein Ozon gemessen, da dort primär die Stickstoffoxide die Luftqualität bestimmen und Ozon durch Stickstoffmonoxid abgebaut wird. Der LQIBW setzt sich an diesen Messstellen aus den drei Luftschadstoffen Stickstoffdioxid (NO2), Feinstaub mit einem Durchmesser von 10 Mikrometern (PM10) und Feinstaub mit einem Durchmesser von 2,5 Mikrometern (PM2,5) zusammen.

Die Luftqualität und somit auch der LQIBW ist bei den städtischen Hintergrundmessstationen im Umfeld des Messstandortes von einigen Quadratkilometern repräsentativ, bei den ländlichen Hintergrundmessstationen für einen noch größeren Bereich. Bei den verkehrsnahen Messstellen ist die Repräsentativität für einen Straßenabschnitt gegeben.

Im Menüpunkt Diagramm steht Interessierten nicht nur das Diagramm für den LQI zur Verfügung, sondern auch für die einzelnen Schadstoffe, die in den Index einfließen. Mit Hilfe dieser Übersicht kann die Entwicklung sowohl für die einzelnen Schadstoffe als auch für verschiedene Zeitspannen (1 Tag, 7 Tage und 6 Wochen) nachvollzogen werden.

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LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
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