Energiewende und Energieversorgung
Nordhorn - 22.05.2020
Landkreis Grafschaft Bentheim

Mehrere hundert Bewohnerinnen und Bewohner der Nordhorner „Strampel-Siedlung“ freuen sich bereits seit einigen Jahren über neuen Wohnkomfort und niedrige Energiekosten.

Denn seit Abschluss des größten Sanierungsprojektes der Nordhorner GEWO Gesellschaft für Wohnen und Bauen mbH erstrahlen die Anfang bis Mitte der 1950er Jahre erbauten Mehrfamilienhäuser mit ihren harmonisch integrierten Balkonen und Loggien in leuchtendem Weiß.

Doch nicht nur optisch ist die Sanierung, die im Jahr 2010 begann und 2015 abgeschlossen werden konnte, gelungen. Auch die Energiebilanz der Siedlung mit ihren über 250 Wohneinheiten hat sich erheblich verbessert. So haben mit den umgesetzten Einzelmaßnahmen, wie der Dämmung der Kellerdecken, Außenwände und obersten Geschossdecken sowie dem Einbau neuer Fenster alle Wohngebäude der Siedlung das KfW-Effizienzhaus-Niveau 100 erreicht.

„Dies bedeutet in der Praxis, dass der Heizenergieverbrauch für die Bewohner der Siedlung um durchschnittlich 20 Prozent gesenkt werden konnte“, konkretisiert Bernd Krummen, zuständiger Mitarbeiter der GEWO für planbare Instandhaltung, die erzielte Energieeinsparung. „Insgesamt ist mit der Sanierung ein rundes Gesamtkonzept umgesetzt worden“, ergänzt GEWO-Geschäftsführer Reno Schütt, der neben den energetischen Maßnahmen auf weitere umgesetzte Details der Sanierung verweist. So wurden Dacheindeckungen und Abstellräume erneuert, Vorstellbalkone an den Wohnungen ohne Balkon errichtet und die Außenanlagen mit vielen Grünflächen und altem Baumbestand neu gestaltet.

Mit Erreichen des für Wohngebäude aus den 1950er Jahren vorbildlichen Effizienzniveaus-100 hatte sich die GEWO Nordhorn im Rahmen der Ende 2019 gemeinsam von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) und dem Klimaschutzmanagement des Landkreises Grafschaft Bentheim durchgeführten Auszeichnungskampagne „Grüne Hausnummer“ erfolgreich um ebensolche Hausnummern beworben.

Erster Kreisrat Dr. Michael Kiehl und Klimaschutzmanager Stephan Griesehop zeigten sich bei der Übergabe der insgesamt 23 grünen Hausnummernschilder sehr erfreut vom Engagement der GEWO. „Gerade im preisgünstigeren Mietwohnungsbau stellen die umgesetzten baulichen Energiesparmaßnahmen ein nachahmenswertes Vorbild dar, vom dem sowohl das Klima als auch die Bewohner der Siedlung direkt profitieren“, so Kreisrat Dr. Kiehl.

Zusammen mit den 43 Grünen Hausnummern, die der Landkreis bereits in diesem Jahr an private Bauherren für Sanierungsprojekte und energieeffiziente Neubauten vergeben konnte, zeugen die umgesetzten Maßnahmen „Am Strampel“ vom hohen Stellenwert, den die Themen Energiesparen und Klimaschutz sowohl bei den Bürgerinnen und Bürgern als auch in der Grafschafter Wohnungswirtschaft genießen, betont Klimaschutzmanager Griesehop.

Die Bedeutung, die energetische Sanierungen von Mehrfamilienhäusern für einen erfolgreichen Klimaschutz haben, stellt auch Lothar Nolte, Geschäftsführer der KEAN heraus. „Schön, dass zunehmend auch Mehrfamilienhäuser mit der Grünen Hausnummer ausgezeichnet werden. Fast 40 % aller Wohnungen befinden sich in Niedersachsen in Mehrfamilienhäusern, die daher für das Erreichen der Klimaschutzziele im Gebäudesektor von zentraler Bedeutung sind“, so Nolte.

Entsprechend erfreut zeigten sich Schütt und Krummen beim Erhalt der 23 hochwertigen Hausnummernschilder aus Glas, die zukünftig die Eingangsbereiche der „Strampel-Siedlung“ schmücken werden und dabei, wie es der Zufall wollte, auch noch farblich mit dem Markenlogo der GEWO harmonieren.

Teilen Sie diesen Beitrag


Landkreis Grafschaft Bentheim
direkter Link zum Artikel