Grünflächenpflege, Boden- und Landschaftsschutz
Düsseldorf - 21.05.2020

Neue Koordinierungsstelle geschaffen

Ministerin Ursula Heinen-Esser: Im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen leisten die Naturparke, aktuell besonders auch in Corona-Zeiten, einen wertvollen Beitrag für das Miteinander von Natur und Mensch.

Die nordrhein-westfälischen Naturparke sind im vergangenen Jahr um über 1.000 Quadratkilometer angewachsen. Vergrößert haben sich insbesondere die Naturparke Hohe Mark, Nordeifel und Arnsberger Wald. Damit nehmen die zwölf Naturparke nun etwa 45 Prozent der Fläche Nordrhein-Westfalens ein. „Im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen leisten die Naturparke einen wertvollen Beitrag für das Miteinander von Natur und Mensch. Dies wird aktuell in der Corona-Krise besonders deutlich. Viele Menschen suchen Zuflucht in der heimischen Natur. Wie schön, dass die Fläche der Naturparke gewachsen ist – denn nun profitieren weitere Regionen von den vielfältigen Initiativen zur Bewahrung und Erlebbarmachung der Natur“, sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser anlässlich des Europäischen Tags der Parke. Er wird auf Initiative des Dachverbands der europäischen Großschutzgebiete (EUROPARC Federation) am 24. Mai begangen.

Merian Special zu Naturschätzen in Nordrhein-Westfalen

In Kooperation mit der Landestourismusorganisation und mit Förderung durch das Umweltministerium hat der renommierte Merian Verlag eine Spezialausgabe zu ausgewählten Naturschätzen Nordrhein-Westfalens erarbeitet. Eindrucksvolle Fotos, Geschichten und Tipps steigern die Vorfreude und helfen bei der Planung des nächsten Ausflugs in die Naturparke, den Nationalpark Eifel oder zu den beiden Nationalen Naturmonumenten Bruchhauser Steine und Kluterthöhle. Das Special „Raus jetzt! Die schönsten Naturziele in Nordrhein-Westfalen“ steht im Internet unter https://www.merian.de/nrw-natur-entdecken zum Download zur Verfügung.

Anschubfinanzierung für Naturpark-Koordinierungsstelle

Das Land unterstützt die Naturparke mit rund 625.000 Euro pro Jahr bei der Erhaltung und Instandsetzung der Infrastruktur in den Parken sowie mit weiteren Fördermitteln bei der Aufstellung von Naturparkplänen und der Umsetzung von Projekten. Alle drei Jahre schreibt das Umweltministerium zudem den Wettbewerb Naturpark.Nordrhein-Westfalen aus, über den insgesamt rund eine Million Euro Fördermittel vergeben werden.

Aktuell hat das Umweltministerium zusätzliche Fördermittel für eine neue Naturpark-Koordinierungsstelle bewilligt. Diese soll gemeinsame Initiativen und Qualitätsstandards der Naturparke und die Zusammenarbeit mit lokalen bis internationalen Partnerinstitutionen unterstützen. Für die nächsten drei Jahre stellt das Land hierfür rund 250.000 Euro zur Verfügung. „Mit der neuen Koordinierungsstelle möchten wir die erfolgreiche Arbeit der Naturparke weiter unterstützen. Von starken, gut vernetzten und in den Regionen verankerten Naturparken profitieren alle“, so Ministerin Heinen-Esser. Naturparke befinden sich als Zweckverbände oder Vereine in kommunaler Trägerschaft. Eingerichtet wird die Stelle beim Naturpark Rheinland, dem Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Naturparke.

„Besuchermagnet“ Natur

Das gute Wetter und die Beschränkungen zum Schutz vor dem Corona-Virus führen derzeit zu einem großen Interesse an Ausflügen in die Natur. Im Nationalpark Eifel führte dies an manchen Orten zu einer Verdopplung der Besucherzahlen. Ministerin Heinen-Esser appelliert daher an die Besucher, sich an die Corona-Regeln und Bestimmungen zum Schutz der Natur zu halten: „Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig eine gute Infrastruktur zum Naturerleben ist, die die Ansprüche von Natur und Mensch zusammenführt. Hierzu leisten unsere Großschutzgebiete einen wertvollen Beitrag. Wichtig ist jetzt, dass sich alle auch in der Natur konsequent an die Abstandsregeln zum Schutz gegen das Corona-Virus halten. Nehmen Sie bei Ihren Ausflügen zudem Rücksicht auf die Natur, gerade jetzt in der Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit.“

Wer die Besucher- oder Infozentren der Gebiete besuchen möchte, sollte sich zuvor über Öffnungszeiten und Besuchsregelungen informieren.

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umwelt.nrw: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
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