Kommunale Infrastruktur
Berlin - 01.09.2014

Europas Ultrahochfrequenzband (UHF) soll zukünftig für schnelle drahtlose Breitbandverbindungen genutzt werden

Das ist der Vorschlag der hochrangigen Expertengruppe unter der Leitung von Pascal Lamy. Der ehemalige EU-Kommissar hat den Bericht zur Nutzung des UHF-Bandes heute (Montag) in Brüssel der für die Digitale Agenda zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes vorgelegt.

Die neue Verwendung des Ultrahochfrequenzbands (700-Megahertz-Bands) soll bis 2020 (+/- zwei Jahre) umgesetzt werden. Mit diesem zeitlichen Vorlauf wollen die Experten für einen reibungslosen Übergang für den terrestrischen Rundfunk sorgen, der bisher diese Frequenzen genutzt hat.

Der Bericht zeichnet einen Weg vor, mit dem Kapazitäten für flächendeckende schnelle drahtlose Breitbandverbindungen geschaffen werden können und der eine stabile, berechenbare Zukunft für den terrestrischen Rundfunk sichert, sagte Neelie Kroes. "Gleichzeitig erhalten die Mitgliedstaaten die Möglichkeit, schneller voranzuschreiten, wenn sie dies wünschen. Auch die nachhaltige Koexistenz beider Sektoren wäre gewährleistet, da sich beide Seiten immer mehr auf moderne Mediendienste konzentrieren. Dies ist wichtig, damit wir uns unsere Zukunft in der sich wandelnden digitalen Welt sichern und eigene internationale Verhandlungen führen können", so Kroes.

Neue Vorschriften für Frequenzbänder für drahtlose Mikrofone

Die Europäische Kommission hat außerdem heute die neuen EU-Vorschriften für Frequenzbänder für drahtlose Mikrofone (PMSE -Programme Making and Special Events) veröffentlicht. Diese werden beispielsweise bei Sportveranstaltungen und Konzerten eingesetzt. Demnach werden für diese Mikrofone ab heute in den kommenden sechs Monaten mindestens 59 MHz an Frequenzen zur Verfügung gestellt.

Bestandsaufnahme der Frequenznutzung

Der Bericht über die EU-weite Bestandsaufnahme der Frequenznutzung, den die EU-Kommission ebenfalls heute veröffentlicht hat, zeigt, dass die ständig wachsende Nachfrage nach Frequenzen nur durch eine effizientere Nutzung gedeckt werden kann. Dazu gehören beispielsweise die gemeinsame Nutzung von Funkfrequenzen oder eine stärkere Harmonisierung, die Investitionen in effizientere Technik begünstigt.

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