Fuhrpark und Mobilität
Wuppertal - 06.04.2020
WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH

Die WSW mobil GmbH hat vom Landesverkehrsministerium NRW einen Förderbescheid über rund 2,3 Millionen Euro für das Wasserstoffprojekt „H2W“ erhalten.

Davon entfallen 1,23 Millionen Euro auf die Anschaffung von zehn Bussen mit Brennstoffzellentechnologie einschließlich der Infrastruktur für die Betankung und 1,08 Millionen Euro auf die Anschaffung einer Speichereinheit für Wasserstoff zur Versorgung der Brennstoffzellenbusse.

WSW und AWG werden in dem gemeinsamen Projekt den Wasserstoff für die Betankung der emissionsfreien Brennstoffzellen-Busse selbst herstellen. Dafür wird Strom aus dem Müllheizkraftwerk Korzert genutzt. Dort werden auch die Wasserstoffproduktions- und die Betankungsanlage errichtet. Die WSW will die ersten zehn Wasserstoffbusse des Herstellers van Hool noch in diesem Frühjahr im Linienverkehr einsetzen. Dann soll auch die Wasserstofftankstelle in Betrieb gehen. Weitere zehn Busse sind bereits bestellt. Diese kommen vom polnischen Hersteller Solaris und sollen 2021 geliefert werden.

Ulrich Jaeger, Geschäftsführer der WSW mobil GmbH, sagte anlässlich der Förderzusage: „Für Wuppertal und die WSW mobil ist die Brennstoffzellen-Technologie ideal, um einen emissionsfreien Personen-Nahverkehr zu realisieren. Ohne die öffentliche Förderung durch das Land sind solche Projekte aktuell noch nicht wirtschaftlich. Aber Politik und Verkehrsbetriebe in NRW können auf diese Weise Vorreiter für einen grünen ÖPNV sein.“

Das Land unterstützt ÖPNV- und Reisebusunternehmen seit 2019 bei dem Aufbau emissionsarmer Busflotten. Dazu gehören Fahrzeuge mit Gasmotoren sowie batterieelektrischem oder Brennstoffzellen-Antrieb. Auch die Nachrüstung von Dieselbussen mit moderner Filtertechnologie mit Bundesmitteln wird vom Land NRW kofinanziert. „Für eine saubere Mobilität können emissionsarme Reisebusse und insbesondere Linienbusse im ÖPNV, die praktisch den ganzen Tag unterwegs sind, einen wichtigen Beitrag leisten“, so NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Die WSW ist eines von fünf NRW-Verkehrsunternehmen, die im April einen Förderbescheid erhielten.

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