Öffentlicher Personennahverkehr
Bonn - 27.03.2020
swb: Stadtwerke Bonn GmbH

Das NRW-Verkehrsministerium hat SWB Bus und Bahn einen Förderbescheid in Höhe von rund 500.000 Euro für die Umsetzung des Pilotprojekts BONNsmart übersendet.

Mit BONNsmart, einem Abrechnungssystem, schafft SWB Bus und Bahn die Möglichkeit zum kontaktlosen und mobilen Bezahlen in den 230 Bussen und 99 Bahnen des Bonner Verkehrsbetriebes.

Anja Wenmakers, Geschäftsführerin SWB Bus und Bahn, dankte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst für das entgegengebrachte Vertrauen in das Projekt. "Mit BONNsmart gehen wir mit unseren Partnern Postbank, Visa, Scheidt & Bachmann sowie dem Kompentenzcenter Digitalisierung NRW einen nächsten digitalisierten Schritt in Richtung Mobilität der Zukunft. Wir werden mit dem Einsatz dieser Technologie bundesweit zum Vorreiter", erklärte Wenmakers.

"BONNsmart macht den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver, Zugangsbarrieren werden abgebaut. Damit ist BONNsmart ein weiterer Anreiz für den ökologisch dringenden Umstieg auf Bus und Bahn. Für Klima, Umwelt und Luftreinhaltung."

Mit BONNsmart schreitet Digitalisierung im Bonner ÖPNV voran

Mit der nun vollzogenen Förderbescheidübergabe werden, um das kontaktlose Bezahlen mit Kredit- oder Debitkarte möglich zu machen, alle Busse und Bahnen mit stationären Prüfgeräten, so genannten Validatoren, an den Haltestangen in den Eingangsbereichen ausgestattet.

Vor diese halten die Fahrgäste beim Ein- und Ausstieg ihre funkfähige Kredit- oder Girokarte– beispielweise die Postbank Visa Karte oder die Postbank Card (Debitkarte) – und übermitteln damit Beginn und Ende einer Fahrt.

Die übermittelten Daten werden dann mittels des Hintergrundsystems FareGo Cloud des Projektpartners Scheidt & Bachmann weitergeleitet, um nach dem Best-Price-Prinzip den günstigsten Fahrpreis für den Fahrgast zu ermitteln und diesen einfach und anonym über die Bankverbindung der Kredit- oder Girokarte abzurechnen.

"Unsere Kunden können also einfach einsteigen und losfahren – ohne Tarifwissen, ohne Bargeld und ohne ein Ticket kaufen zu müssen", so Wenmakers. Ein attraktives Serviceangebot von SWB, das auf viele Neukunden hoffen lässt. Für den täglichen SWB-Betrieb liegen die Vorteile ebenfalls auf der Hand: Zum Beispiel müssten die Busfahrer seltener Tickets verkaufen, was wiederum zu kürzeren Haltestellenstandzeiten und mehr Pünktlichkeit bei den Linien führt.

Einfach einsteigen und losfahren – ohne Tarifwissen, ohne Bargeld

Umgesetzt und erprobt wird BONNsmart im ersten Halbjahr 2020. In einem ersten Schritt werden dazu alle Fahrzeuge mit den Validatoren ausgestattet und die notwendigen Hintergrundsysteme aufgesetzt.

Im späteren, Verlauf des Jahres soll BONNsmart zum Beispiel auch für registrierte NFC-fähige Kundenkarten (Near Field Communication = Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über elektromagnetische Strahlen) wie Girocards oder Payback-Karten nutzbar sein.

Darüber hinaus bieten sich viele weitere Möglichkeiten zur digitalen Anbindung von BONNsmart, zum Beispiel die SWB-Mobilitätsplattform BONNmobil oder SWB-Ladesäulen. Die geplanten Gesamtkosten für das Pilotprojekt belaufen sich auf rund 2.570.000 Euro.

Statements der SWB-Partner beim Projekt BONNsmart:

Visa: "Künftig wird es noch mehr Menschen geben, die täglich pendeln und sich daher ein möglichst reibungsloses Reiseerlebnis wünschen. Unsere Kontaktlos-Technologie vereinfacht das Bezahlen im öffentlichen Nahverkehr deutlich. Der Bezahlvorgang ist schnell, bequem und eröffnet Konsumenten die Wahl mit Karte, Smartphone oder beispielsweise der Smartwatch zu bezahlen. Dies ist ein gutes Beispiel für die Zukunft des Bezahlens", sagt Albrecht Kiel, Regional Managing Director für Zentraleuropa bei Visa.

Scheidt & Bachmann: "Wir sind sehr stolz als Technologiepartner der SWB Bus und Bahn das erste Projekt in Deutschland umzusetzen, mit dem die Fahrgäste das ÖPNV-Angebot ohne traditionelles Ticket, nur mit einer kontaktlosen Bankkarte - cEMV-Technologie – nutzen können. Mit Hilfe dieser neuen Technologie kann die SWB ihren Kunden flexible Angebote, bessere und schnellere Informationen und eine einfache Bezahlung bieten. Gemeinsam mit den Projektpartnern Visa, Postbank und dem Kompentenzcenter Digitalisierung schaffen wir damit eine wichtige Grundlage, um zukünftig den öffentlichen Verkehr attraktiver zu gestalten," sagt Mike Ax, Leiter Marktbereich DACH, Scheidt & Bachmann GmbH.

Postbank: "Wir freuen uns, dass wir unsere Kompetenz in dieses kunden- und zukunftsorientierte Mobilitätsprojekt einbringen können", so Jan Lisaus, Leiter Cards & Payment Postbank.

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