Grünflächenpflege, Boden- und Landschaftsschutz
Wiesbaden - 11.02.2020

Endgeprüfte Werte für 2019 veröffentlicht

„Die Luftqualität in hessischen Städten hat sich im vergangenen Jahr verbessert. Die Stickoxid-Werte unterliegen einem Abwärtstrend. Das zeigt, dass die Maßnahmen aus den Luftreinhalteplänen ihre Wirkung entfalten.

Trotzdem haben wir mancherorts teilweise noch hohe Überschreitungen. Deshalb werden wir auch weiterhin geeignete Maßnahmen gemeinsam mit den belasteten Städten auf den Weg bringen. Nur so können wir den Gesundheitsschutz in unseren Städten sicherstellen“, kommentierte Umweltministerin Priska Hinz die heute vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) veröffentlichte Stickstoffdioxid-Bilanz für 2019.

Die vom HLNUG für 2019 veröffentliche Auswertung der Messwerte für Stickstoffdioxid (NO2) stützt sich auf weit über 60 Messstellen. Die in 2019 kontinuierlich betriebenen 36 festen Luftmessstationen werden durch zahlreiche Passivsammler-Messstellen ergänzt.

Besonders deutlich und hessenweit am stärksten zurückgegangen sind die NO2-Messwerte in Darmstadt. Im Mittel liegt der Rückgang an den verkehrsnahen Messstellen in Darmstadt mit 12 µg/m3 in der Größenordnung von 20%. An der Messstation in der Hügelstraße wurde mit 38 µg/m³ erstmalig der Grenzwert von 40 µg/m³ eingehalten. Zusätzliche Messstellen in Darmstadt weisen im Jahresmittel noch immer Grenzwertverletzungen auf. Dennoch zeigt die Entwicklung der Messwerte auch hier nach Umsetzung der Maßnahmen des Luftreinhalteplans in der zweiten Jahreshälfte einen drastischen Rückgang im Verhältnis zum ersten Halbjahr.

Erstmals eingehalten wird der Grenzwert an der Station Gießen-Westanlage mit 40 µg/m³ (2018: 44 µg/m³). Auch in Limburg hat sich die Situation gegenüber 2018 weiter positiv entwickelt, dennoch wird an verkehrsnahen Messstellen der Grenzwert noch nicht eigehalten. An einigen Messstellen in Frankfurt, Wiesbaden und Offenbach werden die Grenzwerte noch überschritten, wenngleich auch dort die Werte im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunken sind. Eine weitere Grenzwertverletzung wurde 2019 in Alsfeld dokumentiert.

An fast allen anderen hessischen Luftmessstationen sind die NO2-Werte gesunken oder zumindest gleichgeblieben und liegen wie schon im letzten Jahr unterhalb des Grenzwerts. In Kassel werden nun im dritten Jahr in Folge die Grenzwerte eingehalten. Auch in Fulda und Marburg gibt es mittlerweile keine Grenzwertüberschreitung mehr.

„Der Rückgang von 2018 auf 2019 ist gegenüber dem längerfristigen Trend durchaus als überproportional zu bezeichnen. Insbesondere in Darmstadt zeigen die getroffenen Maßnahmen offensichtlich Wirkung,“ sagte Prof. Dr. Thomas Schmid, Präsident des HLNUG.

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Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG)
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