Energiewende und Energieversorgung
Berlin - 01.08.2014

EEG 2014 tritt in Kraft / Fachverband Biogas gibt sich kämpferisch / Künftige Kernaufgabe ist die Flexibilisierung des Biogasstroms

Das heute in Kraft tretende Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2014) markiert für die Biogaserzeugung und -nutzung in Deutschland einen Zeitenwechsel. Dr. Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer des Fachverband Biogas e.V., kommentiert:

„Das EEG ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Der Anteil regenerativen Stroms in den deutschen Netzen ist seit dem Inkrafttreten des EEG vor 14 Jahren auf bald 30 Prozent gestiegen. Allein die knapp 8.000 Biogasanlagen versorgen mittlerweile sieben Millionen Haushalte mit Strom und eine Million Haushalte mit Wärme. Diese positive Entwicklung beim Biogas wird mit dem EEG 2014 bis auf weiteres jäh gekappt.
Die Bundesregierung hat die Chance vertan, mit dem EEG die Biogaserzeugung weiter zu ökologisieren und für eine nachhaltige, kontinuierliche Entwicklung zu sorgen. Und das, obwohl die Bioenergie eine zentrale Säule der dringend notwendigen regenerativen Systemtransformation ist.

Die Branche ist trotz der jüngsten Rückschläge hoch motiviert, diese Verantwortung zu übernehmen und durch eine bedarfsgerechte Strombereitstellung als Rückgrat der erneuerbaren Energiewende zu fungieren.
Wir stecken den Kopf jetzt ganz sicher nicht in den Sand, sondern blicken kämpferisch in die Zukunft. Wer erkennt, dass Strom und Wärme zwei Seiten derselben Medaille sind, der erkennt auch den Wert der Bioenergie. Und wer weiß, dass Bioenergie bereits heute ein Drittel der erneuerbaren Energieversorgung bereit stellt, sieht auch keine Notwendigkeit, zum Ausgleich der fluktuierenden Erneuerbaren Energien fossile Kraftwerke künstlich am Leben zu halten. Wir sind uns sehr sicher, dass die Bioenergie eine zentrale Rolle im Energiemix der Zukunft spielt!“

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Biogas ist und bleibt eine zentrale Säule im Energiemix als PDF - Anhang 1
Fachverband Biogas e.V.
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