Wasser- und Abwasserwirtschaft
Hanau - 11.07.2019
Stadt Hanau

Die Zahl der mit alternativen Antrieben ausgestatteten Servicefahrzeuge bei HIS ist damit auf ein Dutzend angewachsen

Ein modernes Plug-In-Hybrid-Fahrzeug ersetzt den mehr als 16 Jahre alten Dienstwagen der Abteilung Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz (AH) im Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS).

Der Neuwagen ist mit zwei Motoren, großen Batterien und einem Ladekabel ausgestattet, was ihm das große „E“ am Ende des Nummernschilds beschert.

Die Zahl der mit alternativen Antrieben ausgestatteten Servicefahrzeuge bei HIS ist damit auf ein Dutzend angewachsen. „Die Hybridtechnik stellt derzeit die beste Lösung dar, um flexibel zu sein und die Umwelt zu schonen. In Innenstadtbereichen kann damit abgasfrei gefahren werden, während längere Autobahnfahrten dazu genutzt werden können, um die Batterien wieder aufzuladen“, sagt HIS-Betriebsleiter Markus Henrich.

Das neue Plug-In-Hybrid-Fahrzeug dient in erster Linie dazu, die zahlreichen Betriebsstellen im Kanalnetz anzufahren, um regelmäßige Kontrollen vorzunehmen und Abhilfe bei Störungen zu schaffen. Zwar werden nahezu alle Betriebsstellen im Kanalnetz mittlerweile durch ein elektronisches Leitsystem überwacht, doch muss das AH-Personal alle Stationen im Außenbereich regelmäßig selbst in Augenschein nehmen, um nach den Dingen zu sehen, die von der Elektronik nicht erfasst werden.

Neben den Inspektionsfahrten, auf denen das neue Fahrzeug in erster Linie elektrisch angetrieben wird, kommen Einsatzfahrten bei Störungen. Sobald eine Störmeldung in der zentralen Warte im Klärwerk Hanau ankommt, können die HIS-Fachleute erste Schritte über das Prozessleitsystem einleiten, doch muss in jedem Fall vor Ort geklärt werden, was die Störung ausgelöst hat. Das Leitsystem meldet zwar beispielsweise den Ausfall einer Pumpe, kann aber nicht feststellen, was den Ausfall verursacht hat. Also muss jemand nachsehen, der sich auskennt.

Das neue Fahrzeug dient daneben wie das alte der Rufbereitschaft, die über das Leitsystem alarmiert wird und gegebenenfalls nachts nach dem Rechten sehen muss. Auch hier werden die meisten Fahrwege künftig mit elektrischem Antrieb zurückgelegt, da die Batterien ausreichend sind, um etwa 50 Kilometer fahren zu können, ohne den Verbrennungsmotor einschalten zu müssen.

Durch die Plug-In-Technik ist es möglich, die Batterien des Fahrzeuges an der Steckdose oder Wall Box über Kabel aufzuladen. Bei längeren Fahrstrecken mit höheren Geschwindigkeiten erfolgt der Antrieb über den Verbrennungsmotor, der parallel einen Generator antreiben kann, um die Batterien aufzuladen. Damit lässt sich das Fahrzeug auch einmal für Dienstfahrten nach Wiesbaden, Darmstadt oder Kassel einsetzen – ohne Gefahr zu laufen, einen längeren Zwischenstopp einlegen zu müssen, um wieder Strom zu tanken.

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