Klimawandel, Lärmschutz, Nachhaltigkeit
Berlin - 16.07.2014

Der Brüsseler Dachverband des NABU, Bird Life, hat im Juli seine Forderungen an die italienische Ratspräsidentschaft bekanntgegeben

Vor allem erwartet Bird Life die Festlegung von starken und verbindlichen Klimaschutzzielen für 2030. Hierzu gehören eine Treibhausgasreduktion von 55 Prozent und ein um 40 Prozent gesenkter Energieverbrauch.

Erneuerbare Energien sollen bis 2030 einen Anteil von 45 Prozent der Gesamtstromerzeugung übernehmen.

Auch die europäische Agrartreibstoffpolitik soll restriktiver werden. Bird Life fordert die Ratspräsidentschaft auf, in der zweiten Anhörung zu einer ambitionierten Einigung bezüglich der Indirekten Landnutzungsänderung und einer ambitionierten Deckelung von Kraftstoff aus Nahrungsmitteln zu kommen.

Weiter soll der Rat verstärkten Druck auf die Kommission ausüben, die derzeit an einem Gesetzgebungsvorschlag zu Umweltüberwachungen arbeitet.

Bird Life erwartet von der italienischen Ratspräsidentschaft außerdem, dass sie eine starke EU-Position bei der Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention für Biologische Vielfalt unterstützt, indem sie die Finanzierung sicherstellt und umweltschädliche Subventionen verhindert.

Nicht zuletzt soll die Ratspräsidentschaft dafür Sorge tragen, dass Konvention zum Schutz wandernder Tierarten umgesetzt wird. Hierzu gehört beispielsweise auch eine sinnvolle Planung von Windrädern, damit diese nicht auf den Wanderruten von Zugvögeln liegen.

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Deutscher Naturschutzring e.V.
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