Klimawandel, Lärmschutz, Nachhaltigkeit
Minden - 19.03.2019
Stadt Minden

Inna Sawatzki stellt Projekte vor

Was tut die Stadt Minden für den Klimaschutz? Auf diese Frage fand Klimaschutzmanagerin Inna Sawatzki in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Verkehr (13. März) mehrere Antworten.

Die Förderung von Elektromobilität ist ein Baustein. Bei der Stadtverwaltung werden E-Bikes genutzt und Ende 2018 ist der Ausbau der E-Ladesäulen in Minden beschlossen worden. Den dafür notwendigen öffentlichen Parkraum stellt die Stadt kostenfrei zur Verfügung. „Das sogenannte Interessensbekundungsverfahren ist abgeschlossen. Im Moment laufen Gespräche mit Westfalen Weser Netz und den Mindener Stadtwerken“, berichtet Sawatzki.

Zweiter Baustein ist die Einführung eines Carsharing-Angebots. Der motorisierte Verkehr im Stadtgebiet und die durch den Verkehr verursachten CO₂-Emissionen sollen in Minden langfristig gesenkt werden. Dieses Ziel steht bereits im Klimaschutzkonzept und wurde im Masterplan Nachhaltige Mobilität 2016 ebenfalls festgeschrieben. Der Masterplan dient als Leitfaden, um bis zum Jahr 2030 eine Gesamteinsparung an CO₂ von rund 37 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 zu erreichen. Das Vergabeverfahren ist demnächst abgeschlossen, sodass voraussichtlich noch in 2019 Autos nach Bedarf gemietet werden können.

Inna Sawatzki nannte eine Reihe von Projekten, die in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht wurden. Der Klimaschutz ist auf der Homepage der Stadt Minden präsent, es gibt ein eigenes Klimaschutz-Logo, bei Veranstaltungen wie den Tag der Städtebauförderung, der Earth Hour und dem Fahrradaktionstag sowie im vergangenen Jahr beim Nachhaltigkeitsmarkt, war die Klimaschutzmanagerin auch mit dabei. Sehr erfolgreich war das Projekt „Banner zu Taschen“. Aus rund 70 Kilogramm PVC-Banner sind einzigartige, individuelle und hochwertige Umhängetaschen, Shopping-Bags und Smartphone-Hüllen entstanden. Das Projekt ist in Kooperation zwischen der Klimaschutzmanagerin, der Öffentlichkeitsarbeit und der städtischen Wirtschaftsförderung entstanden.

Aus dem vergangenen Jahr stammt das Projekt „Meine letzte Plastikflasche“. Passanten konnten bei einer Tauschaktion in der Mindener Innenstadt ihre Plastikflaschen gegen eine hochwertige Glasflasche eintauschen. „Das ist vorerst eine einmalige Aktion gewesen. Wir wollten so darauf aufmerksam machen, wie einfach und unkompliziert auf Plastikflaschen verzichtet werden kann und das auch unterwegs“, unterstreicht Inna Sawatzki.

Neu ist das Solardachkataster. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW hat ein landesweites und gebäudescharfes Solardachkataster erstellt. Auf der Karte können Privatleute sehen, ob ein Gebäude für die Nutzung von Solarenergie geeignet ist. Das Kataster wird auf der Mindener Klimaschutzwebsite zur Verfügung gestellt. In Kooperation mit der Verbraucherzentrale stehen den Mindener*innen die Energieberatung und der Strom-Spar-Check kostenlos zur Verfügung. Klimaschutz ist auch bei der Bauleitplanung und im kommunalen Hochbau ein wichtiges Thema. Aus dem Grund gab es eine Schulung für Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung. „Wir haben uns mit dem Thema Stadtplanung und Energie beschäftigt, die Ergebnisse werden gerade ausgewertet“, sagt Sawatzki.

Darüber hinaus gibt es auch fortlaufende Projekte, wie Beratungen zu Förderkulissen, kreisweite und kommunenübergreifende Zusammenarbeit, das Engagement im Klimabündnis oder dem Runden Tisch Mobilität.

Alle Aktionen, Ideen und Projekte beziehen sich auf das Integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Minden. Das ist 2013 ins Leben gerufen worden und leitet aus fünf unterschiedlichen Handlungsfeldern Maßnahmen ab. Die Handlungsfelder sind: Regenerative Energien, Sanieren und Neubau, Verkehr und Mobilität, Energieeffizienz in Unternehmen sowie Öffentlichkeitsarbeit und Vorbildfunktion.

Und was steht in diesem Jahr auf dem Plan? Im April soll die CO₂-Bilanz fertig sein. Die Bilanz gibt an, wie viele Tonnen Kohlendioxid in Minden durchschnittlich pro Einwohner*in innerhalb eines Jahres durch Energieverbrauch emittiert werden und vergleicht diesen Wert mit denen der vorangegangenen Jahre. Damit kann gemessen werden, in wie weit das Ziel die CO₂-Emissionen bis zum Jahr 2030 insgesamt um 30 Prozent zu reduzieren bereits erreicht wurde. Außerdem steht die Earth Hour (30. März), der Tag der Städtebauförderung (11. Mai) und der Klimaschutztag (25. Mai) an. Das Projekt STADTRADELN geht Ende Mai auch los. „Wir haben schon viel Gutes auf den Weg gebracht. Aber Klimaschutz ist ein Prozess, an dem wir alle gemeinsam und kontinuierlich weiterarbeiten müssen“, fasst Inna Sawatzki zusammen.

Weitere Informationen gibt es online unter www.minden.de/klimaschutz.

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