Klimawandel, Lärmschutz, Nachhaltigkeit
Wiesbaden - 11.01.2019

Auch in Hessen hat der Klimawandel 2018 seine Spuren hinterlassen.

Das berichtet das Fachzentrum Klimawandel und Anpassung im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG). Den Auftakt machte das Sturmtief Friederike im Januar, das viele Bäume entwurzelte oder umknickte.

Im weiteren Verlauf des Jahres kam eine Borkenkäfer-Plage hinzu, die durch das viele Totholz, die langanhaltende Wärme und die Trockenheit begünstigt wurde.

Mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,5 °C war das Jahr 2018 in Hessen das wärmste seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen 1881. Außer den Monaten Februar und März waren alle Monate deutlich zu warm. Der April war in Hessen im Mittel sogar fast 4 °C wärmer als im Referenzzeitraum 1981 bis 2010!

Im Unterschied zu früheren heißen Jahren, vor allem dem Hitzesommer 2003, verteilte sich die Wärme 2018 über das ganze Jahr. Dazu kam eine besonders lange Trockenperiode: In den Monaten Februar, Juni, Juli, August, Oktober und November fiel fast gar kein Regen. Aufgrund der Trockenheit waren in vielen Gegenden Hessens die Ernten bis zu 50% geringer als in anderen Jahren. Die Trockenheit führte auch zu besonders niedrigem Wasserstand im Rhein und in anderen Flüssen.

„Auch wenn das Wetter natürlichen Schwankungen unterliegt, sehen wir doch inzwischen deutliche Trends, die nur von den natürlichen Schwankungen überlagert werden. Nicht jedes Jahr ist wärmer als das vorherige, nicht jeder Sommer ist trockener als der vorherige, es wird auch in den kommenden Jahren noch verregnete Sommer oder schneereiche Winter geben. Aber: Sie werden seltener.“, fasst der Präsident des HLNUG, Prof. Dr. Thomas Schmid, die Entwicklung zusammen.

Teilen Sie diesen Beitrag


Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie