Pressemitteilung
Gelsenkirchen - 13.05.2014

Straßen.NRW baut Sicherungssystem für Autobahnbaustellen weiter aus
Gelsenkirchen (straßen.nrw). Straßen.NRW baut sein Sicherungssystem für Autobahnbaustellen weiter aus: Rund 900.000 Euro aus Bundesmitteln hat der Landesbetrieb in 110 neue CB-Funksender investiert, die LKW-Fahrer frühzeitig vor potenziellen Gefahrenstellen warnen sollen.

Für Straßenwärter bedeutet die Technik einen besseren Schutz bei ihrer Arbeit an der Strecke. Gleichzeitig hilft das Funksystem, LKW-Unfälle - insbesondere Auffahrunfälle - zu vermeiden.

Insgesamt 343 Funkwarnsender stehen Straßen.NRW nun zur Verfügung. Zum Einsatz kommen die Geräte in den 29 Autobahnmeistereien des Landesbetriebes. Montiert an "Vorwarntafeln", Kehrmaschinen, Streckenkontrollfahrzeugen oder Leitkegeln, übermitteln die Sender über CB-Funk den Hinweis "Achtung! Gefahrenstelle!" über eine kurze Reichweite von circa 350 Metern.

Vor allem Lastkraftfahrer nutzen CB-Funk, sie können sich - sofern das Empfangsgerät eingeschaltet ist - durch das akustische Signal frühzeitig auf die kommende Gefahrenstelle einrichten. Da der Verkehr auf den Autobahnen längst international ist, funken die Sender Warnhinweis auf unterschiedlichen Kanälen in mehreren Sprachen (u. a. Deutsch, Englisch, Polnisch, Türkisch, Tschechisch).

2010 hatte Nordrhein-Westfalen dieses Frühwarnsystem als erstes Bundesland flächendeckend eingeführt. 233 Funksender schaffte der Landesbetrieb damals an. "Das war zunächst eine Grundausstattung. Jetzt haben wir sozusagen eine Vollausstattung in den Autobahnmeistereien", erklärt Walter Hübschen, zuständig für die Betriebsdienstorganisation bei Straßen.NRW. Die 233 bereits vorhandenen CB-Funksender sind im Zuge der Nachrüstung durchgecheckt worden. Künftig sollen Mitarbeiter des Fachcenters Telekommunikation diese Wartung übernehmen, sie haben eine entsprechende Schulung absolviert.

Tagesbaustellen im Verkehrsraum, zum Beispiel für Reparaturen, Wartungs- und Reinigungsarbeiten, sind für die beteiligten Straßenwärter und Mitarbeiter von Firmen sehr gefährlich. LKW-Fahrer übersehen manchmal bei enger Kolonnenfahrt die Warnhinweise. Hier soll das Frühwarnsystem Abhilfe schaffen - selbst dann, wenn nicht alle Lastkraftfahrer im Cockpit CB-Funk nutzen. "Wenn nur eine Person den Funkspruch hört und das Tempo vermindert", so Walter Hübschen, "werden die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer ebenfalls aufmerksam und passen sich an."

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Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen
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