Pressemitteilung
Mainz - 07.05.2014

Neue Strom zu Gas-Anlage der Thüga-Gruppe in Frankfurt am Main
Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke hat heute zusammen mit dem hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir die neue Strom zu Gas-Anlage der Thüga-Gruppe in Frankfurt am Main eingeweiht. Die Anlage nimmt überschüssigen Strom aus dem Netz auf und wandelt ihn zur Speicherung in Wasserstoff um.

„Wind und Sonne wehen und scheinen immer wieder unterschiedlich stark, das führt auch zu Überschüssen in den Netzen, diese müssen wir speichern. Gemeinsam mit der regenerativen Stromerzeugung und den intelligenten Netzen bilden Speicher deshalb das Rückgrat der Energiewende. Ich freue mich, dass vier beteiligte Unternehmen aus Rheinland-Pfalz hier auch für unser Bundesland wichtige Erfahrungen sammeln können", betonte Staatsministerin Eveline Lemke bei der Inbetriebnahme. „Speichertechnologien zu entwickeln, ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die Energiewende, wenn die Integration von Wind- und Solarstrom gelingen soll. Die Thüga-Gruppe leistet mit ihrer innovativen Anlage einen wichtigen Beitrag", unterstrich auch Tarek Al-Wazir, hessischer Wirtschaftsminister.

In der nun beginnenden dreijährigen Betriebsphase wird die Strom zu Gas-Anlage am Regelenergiemarkt teilnehmen. Die Anlage wird dabei in Phasen, in denen sich zu viel Strom im Netz befindet, diesen überschüssigen Strom aufnehmen und ihn zur Speicherung in Wasserstoff umwandeln. Damit trägt sie zur Stabilität des Stromnetzes bei.

„Wir wollen die Anlage so einbinden, dass sie von selbst die Unterschiede zwischen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Stromverbrauch ausgleicht", erklärte Michael Riechel, Mitglied des Vorstands der Thüga Aktiengesellschaft. „Energiespeicher und damit auch die Strom zu Gas-Technologie sind ein Schlüssel zum Gelingen der Energiewende. Für ihre Entwicklung brauchen wir in Deutschland langfristig ein zukunftsfähiges Marktmodell, das einen wirtschaftlichen Betrieb der Energiespeicher sichert. Unsere Gasverteilnetze könnten die Batterie der Zukunft sein", so Riechel.

Zu den 13 Projektpartnern gehören neben den rheinland-pfälzischen Unternehmen Energieversorgung Mittelrhein GmbH (Lahnstein/Rhein-Lahn-Kreis), Gasversorgung Westerwald GmbH (Höhr-Grenzhausen), Thüga Energienetze GmbH (Schifferstadt), e-rp GmbH (Alzey) außerdem die badenova AG & Co. KG, Erdgas Mittelsachsen GmbH, erdgas schwaben gmbh, ESWE Versorgungs AG, Mainova Aktiengesellschaft, Stadtwerke Ansbach GmbH, Stadtwerke Bad Hersfeld GmbH, WEMAG AG, sowie die Thüga Aktiengesellschaft als Projektkoordinatorin.

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Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz
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