Wirtschafts- und Personalnachrichten
Bonn - 16.05.2018

Operatives Ergebnis konnte zum Vorjahr gesteigert werden

Bei der Vorlage des Ergebnisses der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2018 berichtete Dr. Müller das das Unternehmen "seine solide Entwicklung" erfolgreich fortgesetzt habe.

So konnte MVV das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2018 gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent von 212 auf 223 Millionen Euro steigern - bei einem nahezu konstanten Umsatz von 2,1 Milliarden Euro. Entsprechend positiv hat sich auch der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Adjusted EBITDA) mit einem Plus von 12 Prozent auf 335 Millionen Euro und der bereinigte Periodenüberschuss nach Fremdanteilen mit einem Anstieg von 113 auf 119 Millionen Euro entwickelt. Das entspricht einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 1,81 Euro gegenüber 1,71 Euro im Vorjahr.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz bleiben Schlüssel der Energiewende

Mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen geht es nach Ansicht von MVV-Chef Dr. Müller „um den weiteren wettbewerblichen Ausbau der erneuerbaren Energien und die dauerhafte Senkung der Kosten.

Der MVV-Vorstandsvorsitzende begrüßte das Bekenntnis der Großen Koalition zu den tragenden Rollen der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und der umweltfreundlichen Fernwärme bei der Energiewende. Erforderlich sei dazu eine Weiterentwicklung des KWKGesetzes, um KWK-Anlagen und Fernwärmeinfrastruktur ausbauen und effizienter machen zu können. Dr. Müller: „Dieses Signal der Bundesregierung ist für unser Berichtssegment Versorgungssicherheit von hoher Relevanz.“

Positiver Ausblick für 2018 bekräftigt

Die solide Entwicklung des operativen Geschäfts im 1. Halbjahr ist nach Ansicht des Unternehmens einmal mehr auf das breite und ausbalancierte MVV-Portfolio entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette zurückzuführen. Dabei konnte MVV auch den aufgrund des im Vorjahresvergleich milderen Winters niedrigeren Gas- und Wärmeabsatz sowie sinkende Strom- und Gashandelsmengen kompensieren. Das Unternehmen profitierte von höheren Erlösen aus den eigenen Windkraftanlagen und dem Projektentwicklungsgeschäft im Bereich der erneuerbaren Energien sowie von der positiven Entwicklung im Umweltgeschäft. Langfristig ergebnisbelastend hingegen wirken sich die im Rahmen der Anreizregulierung weiter sinkenden Netzentgelte aus.

Nahezu ohne Auswirkungen auf das Adjusted EBIT des 1. Halbjahres sind hingegen gegenläufige Einmaleffekte geblieben. Dabei standen positiven Einmaleffekten aus der Veräußerung von Anlagevermögen außerplanmäßige Abschreibungen in der Projektentwicklung infolge der aktuellen Marktentwicklungen im In- und Ausland gegenüber. Für das gesamte Geschäftsjahr 2018 bekräftigte das Unternehmen nach Ablauf der ersten sechs Monate seinen positiven Ausblick. Danach ist MVV zuversichtlich, aus operativer Sicht ein Adjusted EBIT leicht über dem Vorjahr (224 Millionen Euro) zu erreichen. Bei den Umsatzerlösen erwartet MVV, angesichts des bisherigen Geschäftsverlaufs mit gesunkenen Energiehandelsmengen 2018 mit rund 4 Milliarden Euro etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu liegen.

„Unsere Strategie stimmt“

Nach den Worten des MVV-Chefs bestätigen die Signale aus dem Koalitionsvertrag und der wirtschaftliche Erfolg der soliden Entwicklung, dass „unsere Strategie stimmt“. Das Unternehmen richte sich schon seit vielen Jahren auf das Energiesystem der Zukunft aus und habe in hohem Umfang investiert. Dr. Müller: „In den kommenden Jahren werden wir die Energiewende weiter vorantreiben.“ Die Investitionsschwerpunkte liegen dabei auf dem Ausbau der erneuerbaren Energien, der Stärkung der Energieeffizienz durch KWK und Fernwärme sowie der Entwicklung innovativer Dienstleistungen und Produkte.

In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2018 hat MVV bereits 155 Millionen Euro investiert - 76 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon entfielen 65 Millionen Euro auf Wachstumsinvestitionen und 90 Millionen Euro auf die Modernisierung und Pflege bestehender Anlagen und Netze. Neben dem im Bau befindlichen neuen Gasheizkraftwerk der zur MVV-Gruppe gehörenden Stadtwerke Kiel zählten Unternehmensbeteiligungen zur Erweiterung des Dienstleistungsangebotsfür Industrie und Mittelstand sowie die Übernahme einer thermischen Abfallverwertungsanlage im schottischen Dundee zu den größten Einzelprojekten. Hier errichtet MVV mit einer Gesamtinvestition von 135 Millionen Euro in direkter Nachbarschaft ein neues hocheffizientes Heizkraftwerk. Parallel hat MVV in Mannheim die Arbeiten für die Anbindung seines Mannheimer Heizkraftwerks auf der Friesenheimer Insel an das eigene regionale Fernwärmenetz vorangetrieben. Insgesamt investiert das Unternehmen allein hier in Mannheim in den nächsten Jahren rund 100 Millionen Euro.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2018 rechnet MVV aus heutiger Sicht mit Investitionen in Höhe von rund 300 Millionen Euro in Wachstum sowie in die Modernisierung und Instandhaltung der eigenen Anlagen und Netze.

Teilen Sie diesen Beitrag


bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.
direkter Link zum Artikel