Pressemitteilung
München - 06.05.2014

MAN bietet Fahrzeuge mit Euro 6-Motorisierung für vielfältige Entsorgungsaufgaben
Hausmüll oder Gewerbeabfälle, Sperrgut oder Biomüll, Recyclingstoffe, Altpapier oder Sondermüll – für jede Müllsorte bietet der Markt spezielle Sammel- und Transporttechniken und -strategien.

Dazu kommt: Einerseits verlangt die hohe Verkehrsbelastung in den Städten mit immer weniger Verkehrsraum nach kompakten, wendigen Sammelfahrzeugen. Anderseits steigt der Bedarf an großen Transportkapazitäten mit größeren Behältervolumina und damit tragfähigeren Fahrgestellen. Denn die Zentralisierung des Netzes an Entsorgungseinrichtungen wie Deponien oder thermischen Aufbereitungsanlagen führt zu längeren Transportwegen zwischen dem Sammelgebiet und der Entladestelle. Auf diese vielfältigen Herausforderungen müssen sich die Aufbau- und Chassishersteller einstellen.

Das Fahrzeugprogramm von MAN erfüllt die unterschiedlichen Anforderungen und reicht von leichten und wendigen Zweiachsern aus den Baureihen TGL und TGM bis hin zu den zwei-, drei- und vierachsig erhältlichen Fahrgestellen der Baureihe TGS. Für die unterschiedlichen Ladetechniken wie Front-, Seiten- oder Hecklader haben die Aufbau- und Fahrgestellhersteller ihr Produktangebot in enger Abstimmung ausgerichtet.

In Anpassung an die seit 31. Dezember 2013 geltende Abgasnorm Euro 6 stehen bei MAN die Fahrgestelle aller Baureihen nun marktkonform in den Abgaseinstufungen von Euro 3 bis Euro 6 zur Verfügung. Mit der Einführung der sehr effektiven, aber technologisch anspruchsvollen Abgasreinigungsanlage für Euro 6 hat MAN in enger Abstimmung mit den Aufbauherstellern praxisgerechte Lösungen entwickelt. Es galt, den erhöhten Platzbedarf für die im Vergleich zu Euro 5 größeren Komponenten wie Abgasanlage und AdBlue-Tank zu berücksichtigen.

Vielfältiges MAN-Produktprogramm für die Abfallsammlung

Die MAN TGS-Baureihe ist in ihrer Variantenvielfalt prädestiniert für diese Branche. Die Range reicht vom Zweiachser mit 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht bis zum 32-Tonner mit vier Achsen. Die weiteste Verbreitung in der Abfallentsorgungsbranche hat die dreiachsige Ausführung. Von der Tragkraft und der Wendigkeit nimmt der TGS mit seiner ab Werk lieferbaren 9-Tonnen-Nachlaufachse eine Spitzenstellung ein. Diese Tragfähigkeit kommt einer besseren Gewichtsverteilung bei den aufbaubedingt stark hecklastigen Fahrzeugen zu Gute. Technisch betrachtet erhöht der Einbau dieser Nachlaufachse die Vorderachslast, das macht das Fahrzeug in jedem Beladungszustand besser lenkbar.

Der MAN TGL ist mit einem Aufbau bis 9 m³ und seiner hohen Wendigkeit wie geschaffen für enge Straßen und Altstädte. In der MAN TGM-Baureihe stehen Zwei- und Dreiachser zur Wahl, die bis zu 22 m³ große Behälter aufnehmen können. Der dreiachsige TGM in der Ausführung mit 26 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht sticht hier mit seiner nutzlastoptimierten Bauart hervor und steht mit gelenkten und liftbaren Nachlauf- und Vorlaufachsen im Produktprogramm. Gemeinsam sind den Baureihen TGL und TGM die geräumigen C- und L-Fahrerhäuser. Für die Müllwerker besonders komfortabel ist bei der TGM-Baureihe der niedrige, zweistufige Einstieg in die C-Kabine von lediglich 360 Millimetern in Abhängigkeit vom Beladungszustand. In die Fahrerhäuser passt ein Mittelsitz, um eine dritte Person für das Einsammeln und Leeren von Abfallbehältern mitzunehmen.

Abfallsammelfahrzeuge aus den MAN-Baureihen TGM und TGS erfüllen auch in der Euro 6-Konfiguration die hohen Anforderungen der ASF-Norm DIN EN 1501-1.

Praktisches und ergonomisches Schaltelement für Abfallsammler

Der Fahrer muss permanent auf der Sammeltour anfahren, schalten, abbremsen und anhalten, denn zwischen den Ladestationen liegen meistens nur wenige Meter. Zusätzlich muss er jedes Mal die Schüttung und das Presswerk ein- und ausschalten. Das Fahrprofil auf einer Sammeltour unterscheidet sich daher grundlegend von anderen Einsatzfeldern für Nutzfahrzeuge. Daher versieht MAN die Chassis der Baureihen TGM und TGS für Abfallsammelfahrzeuge mit wichtigen technischen Features, die dem Fahrer seine Arbeit wesentlich erleichtern: Mit Hilfe eines an der Armlehne des Fahrersitzes befestigten Bedienelements und der MAN TipMatic, die speziell auf den Einsatz von Hecklader-Abfallsammelfahrzeugen optimiert wurde, lassen sich alle Funktionen spielend einfach aktivieren. Per Knopfdruck aktiviert der Fahrer die aufbauspezifischen Funktionen. In der Neutralstellung kann er die Hydraulikanlage im Aufbau in Funktion nehmen. Ein Wippschalter am Bedienelement legt die automatische Haltestellenbremse ein. Der Fahrer braucht daher während der Beladung nicht mit dem Fuß auf der Bremse stehen. Rollt das Fahrzeug zur nächsten Ladestelle, bremst es bei einer Geschwindigkeit unter zwei Stundenkilometern sanft bis zum Stillstand ab und hält den Bremsdruck konstant. Betätigt der Fahrer nach Beendigung des Ladezyklus das Gaspedal, löst sich die Bremse wieder automatisch.

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