Pressemitteilung
Hamburg - 06.05.2014

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt fördert Caritasprojekt zur Energieberatung in einkommensschwachen Haushalten

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) unterstützt seit Dezember 2009 das Caritasprojekt „Stromspar-Check". In dessen Rahmen sind derzeit zwölf ehemals Langzeitarbeitslose tätig, die in Hamburg Haushalte mit Arbeitslosengeld II, Grundsicherung, Wohngeld oder Sozialhilfe in Sachen Energieeffizienz beraten. In diesen Tagen hat die Caritas den 5.000 Stromspar-Check durchgeführt.

Umweltsenatorin Jutta Blankau: „Den Stromspar-Check unterstützen wir, weil er ein wirksames Mittel gegen Energiearmut ist, weil wir über ihn an Haushalte herankommen, die für Energiefragen im Allgemeinen nur schwer zu interessieren sind, und weil wir außerdem Langzeitarbeitslosen Beschäftigung bieten können."

Christoph Dreger, Caritas-Projektleiter: „Immer mehr arme Haushalte in Hamburg haben Probleme, ihre Strom- und Gasrechnung zu bezahlen. Mit dem Stromspar-Check gelingt es uns sehr erfolgreich, Energiekosten zu senken und arme Haushalte wesentlich zu entlasten."

Die Caritas-Mitarbeiter messen den Verbrauch von Wasser, Strom und Heizung, werten die Daten aus und geben anschließend Tipps beim Wasser- und Stromsparen. Die Haushalte erhalten zusätzlich nach Bedarf ein sogenanntes Energiespar-Paket, bestehend aus Energiesparlampen, Wasserstrahlreglern und abschaltbaren Steckerleisten in Höhe von durchschnittlich 75 Euro. Seit Beginn des Projektes wurden so über 45.000 Energiesparlampen installiert und 2.500 Wasserspar-Duschköpfe eingebaut. Die Energiespar-Pakete und Einspartipps bewirken eine jährliche Stromkostenersparnis von durchschnittlich 130 Euro pro Haushalt und 60 Euro für Kalt- und Warmwasser. Außerdem wurden im Rahmen des Projekts bisher 44,6 Tonnen CO2 vermieden.

In Hamburg können die Haushalte beim Kauf eines Kühlschrankes der Energieeffizienzklasse A++ einen Zuschuss von 100 Euro bekommen, wenn das Gerät zu Hause älter als zehn Jahre ist. Bis heute konnten so 406 Neugeräte angeschafft werden. Stromspar-Check berechtigt sind ab sofort ebenfalls Rentner mit geringem Einkommen, die keine Grundsicherung erhalten, und Personen, deren Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze liegt.

Das Projekt Stromspar-Check ist ein bundesweites Projekt des Deutschen Caritasverbandes an rund 130 Standorten, das durch finanzielle Mittel des Bundesumweltministeriums bezuschusst wird. In Hamburg hat die BSU von 500.000 Euro Projektkosten 2013 rund 310.000 Euro gezahlt.

Infotelefon: 040 / 18046422 oder stromspar-check@caritas-hamburg.de

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