Energiewende und Energieversorgung
Dresden - 11.08.2017

Neue Perspektive für Solarindustrie in Sachsen

Positiv bewertet Wirtschaftsminister Martin Dulig die heutig getroffene Entscheidung der Gläubigerversammlung von Solarworld in Bonn, die sich für einen Verkauf des Unternehmens ausgesprochen hat. Damit ist der Standort Freiberg gesichert und auch die bereits beschlossene Transfergesellschaft.

Martin Dulig: „Die Gläubigerversammlung hat heute beschlossen, dass es eine neue Chance für Solarworld in Freiberg gibt. Ich begrüße es, dass für die Solarworld eine Investorenlösung gefunden wurde, mit der 285 Arbeitsplätze in Freiberg erhalten werden können und die Möglichkeit eines Übergangs in eine Transfergesellschaft geschaffen wurde. Ob das neue Konzept, welches den Gläubigern präsentiert wurde, trägt, wird sich erst in der Zukunft zeigen. Ich freue mich vor allem für die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in dem neuen Unternehmen arbeiten können. Uns als Staatsregierung war es aber immer wichtig, uns für die Arbeitsplätze und die Standorte einzusetzen. Uns war es wichtig, dass die zukunftsweisende Branche der Solarindustrie in seiner gesamten Wertschöpfungskette in Europa erhalten bleibt. Und das ist nicht nur die Produktion, es geht dabei auch um die Forschung und Entwicklung, das Knowhow und um den Maschinen und Anlagenbau. Deshalb ist das jetzt ein wichtiger erster Schritt. Jetzt geht es aber darum, diese Chance zu nutzen, damit Solarworld eine langfristige Perspektive hat.“

„An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – vor allem beim Betriebsrat – bedanken, dass sie mit hohem Einsatz und trotz alle negativen Botschaften in den vergangenen Wochen, so verantwortungsvoll und engagiert für einen Weiterbetrieb von Solarworld gekämpft und sich eingebracht haben.“

Sein Bedauern äußerte Minister Dulig darüber, dass es nicht gelungen ist, mehr als 285 der letztlich noch 1.000 verbliebenen Stellen in Freiberg zu sichern. Die Zukunft aller 27 Auszubildenden ist im Unternehmen hingegen gesichert. „Ich weiß, dass es für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nun in die Transfergesellschaft wechseln können, ein schwerer Schlag ist. Ich bin aber optimistisch, dass sie schon bald einen neuen Arbeitsplatz finden werden. Die Arbeitsmarktperspektive in und um Freiberg war lange nicht so positiv, wie derzeit.“ Der Minister dankt der Bundesagentur für Arbeit für ihre professionelle und engagierte Arbeit. „Für die Mitarbeiter in der Transfergesellschaft stehen auch all die Förderinstrumente des Freistaates zur beruflichen Qualifizierung zur Verfügung. Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit werden wir das uns Mögliche tun, um schnelle, gute Lösungen für sie zu finden.“

Das Wirtschaftsministerium wird in den kommenden Tagen das Gespräch mit dem Investor Frank Asbeck suchen.

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Freistaat Sachsen
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