Wissenswertes und Sonstiges
Offenburg - 20.05.2022
Landratsamt Ortenaukreis

Das Amt für Waldwirtschaft des Ortenaukreises schult Personal für den Ernstfall

Um für mehr Sicherheit im Wald zu sorgen, trafen sich kürzlich zum wiederholten Mal die Revierleiterinnen und Revierleiter des Forstbezirks Wolfach sowie einige Innendienstmitarbeiter des Amts für Waldwirtschaft des Ortenaukreises an der Kreuzsattelhütte in Oberwolfach zu einem Erste-Hilfe-Kurs.

Bei strahlendem Sonnenschein in idyllischer Waldatmosphäre beschäftigten sie sich mit einem Thema, das man beim erholsamen Waldbesuch gerne verdrängt: Was ist zu tun, wenn im Wald ein Unfall passiert?

Gemeinsam mit den Trainern der Outdoorschule Süd e.V. wiederholten die Teilnehmenden zunächst ihr Grundwissen zur Ersten Hilfe und erprobten es anschließend unter realen Bedingungen. Dabei sorgten die Trainer für gehörigen Nervenkitzel: Mit schauspielerischem Geschick, real nachgestellten Verletzungen und recht viel Kunstblut versuchten sie Unfälle möglichst nah an der Wirklichkeit der Teilnehmenden zu simulieren. Verbrennungen, Knochenbrüche, Atemprobleme oder Herzdruckmassage – die Übungen bildeten eine breite Palette möglicher Notfallsituationen ab. 

„Unsere Kolleginnen und Kollegen im Außendienst arbeiten tagtäglich unter schwierigen Bedingungen und sind oft alleine unterwegs. Nicht wenige von ihnen kamen schon als Ersthelfer an einen Unfallort,“ erklärt Michael Naber, Verwaltungsleiter im Forstbezirk Wolfach. „Egal ob sich Wanderer, Freizeitsportler oder Forstleute selbst verletzen, im Ernstfall reicht es nicht ein kleines Notfallset in der Tasche zu haben. Wir müssen bereits im Vorfeld Vorkehrungen treffen, um auch in unwegsamem Gelände und ohne Handyempfang eine funktionierende Rettungskette zu gewährleisten,“ gibt Naber zu bedenken.

Am Ende des eintägigen Kurses hatten alle Teilnehmenden zahlreiche Eindrücke zu verarbeiten. „Auch wenn die realistisch dargestellten Notfälle nachdenklich machen und wir natürlich hoffen, dass wir das Gelernte nicht tatsächlich anwenden müssen, waren die Kurse für alle Teilnehmenden sehr aufschlussreich und wichtig,“ so Naber. Angesichts der hohen Bedeutung des Themas Gesundheitsvorsorge werde das Veranstaltungsformat auf jeden Fall auch in Zukunft fester Bestandteil des internen Schulungsangebotes des Amtes für Waldwirtschaft bleiben.

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