Grünflächenpflege, Boden-, Gewässer- und Landschaftsschutz
Kassel - 17.01.2022

Für das gemeinsame Ziel Klimaneutralität bleiben wichtige Kasseler Akteure weiterhin im regelmäßigen und konstruktiven Austausch

Eine Rückkehr der drei großen Wirtschaftsverbände bzw. -kammern in die Sitzungen des Klimaschutzrates wird allerdings von diesen nicht erfolgen. 

Für das gemeinsame Ziel Klimaneutralität bleiben wichtige Kasseler Akteure weiterhin im regelmäßigen und konstruktiven Austausch - eine Rückkehr der drei großen Wirtschaftsverbände bzw. -kammern in die Sitzungen des Klimaschutzrates wird allerdings von diesen nicht erfolgen. Das ist das Ergebnis eines von Oberbürgermeister Christian Geselle moderierten Treffens zwischen Vertretern von IHK Kassel-Marburg (IHK), Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände Nordhessen (VhU), des Bauindustrieverbands Hessen-Thüringen Bezirksgruppe Nordhessen und Handwerkskammer Kassel (HWK) sowie dem Leiter des Klimaschutzrates, Martin Hein, und Umweltdezernent Christof Nolda.

Oberbürgermeister Geselle sagte nach dem Gespräch, allen Beteiligten sei - trotz zum Teil unterschiedlicher Blickwinkel und Interessen - bewusst, dass Klimaschutz und Klimaneutralität eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Geselle: "Ich unterstütze das Vorhaben, dass wichtige Akteure von Stadt und Region weiterhin im konstruktiven Austausch bleiben wollen. Wir haben uns verabredet, dass ich auch weiterhin die Gespräche moderiere. Für die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung wäre es wünschenswert, zum Wohle unserer Stadt mit konsensualen und umsetzbaren Vorschlägen zu arbeiten."

Anlass des Treffens war der Entschluss von IHK, VhU und HWK, künftig nicht mehr an Sitzungen des Klimaschutzrates der Stadt Kassel und seiner Themenwerkstätten teilnehmen zu wollen. Sie begründeten dies mit der mangelnden Berücksichtigung ihrer Interessen in dem Beratungsorgan, das Empfehlungen an Politik und Verwaltung geben soll.

Einschätzungen nach dem Gespräch

IHK-Vizepräsident Dr. Hans-Friedrich Breithaupt:

"Die Wirtschaft begrüßt es, dass Oberbürgermeister Geselle die Beteiligten zu einem moderierten Dialog zusammengeführt hat. In dem Austausch wurde deutlich, dass die Wirtschaft und der Kasseler Klimaschutzrat das Interesse, den Standort Kassel zu sichern, ebenso eint, wie das Ziel der Klimaneutralität. Derzeit baut die hiesige Wirtschaft institutionenübergreifend Strukturen auf, um Maßnahmen zu benennen, zu entwickeln und umzusetzen, die auf das Ziel der Klimaneutralität einzahlen. Diese Strukturen können und sollen neben dem Klimaschutzrat bestehen. Es ist gut, dass der begonnene Dialog zwischen Wirtschaft und Klimaschutzrat - wie vereinbart - auf Augenhöhe unter Moderation des Oberbürgermeisters fortgeführt wird."

Prof. Dr. Martin Hein, Leiter und Sprecher des Kasseler Klimaschutzrates:

"Ich bedauere weiterhin, dass sich die Wirtschaftsverbände und Kammern aus der gemeinsamen Arbeit des Klimaschutzrats zurückziehen. Nach dieser Entscheidung wird es nun darauf ankommen, die weiteren Maßnahmenvorschläge des Klimaschutzrats breit zu kommunizieren. Es geht darum, das von allen Seiten unbestrittene Ziel der Klimaneutralität Kassels im Jahr 2030 fest im Blick zu halten. Um dies zu erreichen, haben die Gesprächsteilnehmer einen regelmäßigen Austausch vereinbart."

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