Kommunale Infrastruktur
Berlin - 07.12.2021

Durch zwei neue Weserquerungen möchte die Freie Hansestadt Bremen neue Anreize für die Nutzung des Rad- und Fußverkehrs setzen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert die Planung von zwei Brückenbauwerken mit rund 2,1 Mio. Euro.

Der Zuwendungsbescheid wurde heute durch das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) versandt, welches das Förderprogramm als Projektträger umsetzt.

Der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Bremen baut Brücken für Radfahrer und Fußgänger – und wir machen es mit unserer Förderung möglich. 2,1 Millionen Euro stellen wir für zwei neue Radfahrerbrücken zur Verfügung. Damit werden wichtige Lücken im Netz geschlossen. In Zukunft können die Bremer schnell und bequem mit dem Rad oder zu Fuß die Weser überqueren. Das stärkt den Radverkehr vor Ort und ist ein weiterer Schritt Richtung Fahrradland Deutschland.“

Die Freie Hansestadt Bremen erstreckt sich beiderseits der Weser. Die durch den Fluss getrennten Stadtteile werden bislang durch fünf Brücken miteinander verbunden. Zur Verbesserung der flussübergreifenden Anbindung der Stadtteile links und rechts der Weser beabsichtigt die Stadt, den Bau von zwei weiteren Querungsmöglichkeiten speziell für den Rad- und Fußverehr. Die aus verkehrlicher und genehmigungsrechtlicher Sicht anspruchsvolle Planung der beiden geplanten Querungen, der ‚Großen Weserbrücke‘ und der ‚Korbinselbrücke‘, wird nun durch das BMVI gefördert.

Im Innenstadtbereich soll die ‚Große Weserbrücke‘ die Altstadt mit einer bereits erschlossenen Weserinsel verbinden. Hierdurch wird ein Ringschluss der bestehenden Fahrradroute ‚Wallring‘ geschaffen, der die sichere und konfliktarme Umfahrung der Innenstadt ermöglicht. Weiterhin soll die ‚Korbinselbrücke‘ am südlichen Stadtrand die Stadtteile ‚Obervieland‘ und ‚Hemelingen‘ verbinden. Derzeit besteht zwischen den beiden Stadtteilen nur eine Autobahn- und Eisenbahnbrücke. Durch die neue Querungsmöglichkeit wird erstmals die wechselseitige Erschließung der beiden Stadtteile speziell für den Fuß- und Radverkehr ermöglicht. Die ‚Korbinselbrücke‘ soll darüber hinaus durch die Auen der Weser führen, wodurch Sie für den Freizeitverkehr besonders attraktiv sein wird.

Die Schaffung der neuen Weserquerungen sind Teil des Bremer Stufenkonzepts zur Umsetzung einer autofreien Innenstadt. Sie stellen somit wichtige Maßnahmen zur Reduzierung der Nutzung des Pkw-Verkehrs sowie der Stärkung der aktiven Verkehrsarten Fuß- und Radverkehr zur Umsetzung einer klimafreundlichen Verkehrswende dar.

Die förderfähigen Gesamtausgaben für die Planung des Vorhabens betragen 2.600.000 Euro, wovon rund 2.100.000 Euro durch den Bund finanziert werden, was einer Förderquote von 80 Prozent entspricht. Die Fertigstellung der Planungen ist für Ende 2026 vorgesehen. Das Bundesamt für Güterverkehr ist Projektträger für das Förderprogramm ‚Innovativer Projekte zur Verbesserung des Radverkehrs in Deutschland‘.

Neben der Planung der Weserbrücken fördert das BMVI z.B. die fahrradfreundlichen, barrierefreien Zufahrten zur Kaiserbrücke der Städte Mainz und Wiesbaden sowie die innovative Beleuchtung des Radschnellweges Frankfurt-Darmstadt.

Weitere Informationen zum Thema Radverkehr finden Sie unter dem Stichwort „Förderprogramme“ auf der Website des Bundesamtes für Güterverkehr unter www.bag.bund.de.

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BMVI - Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
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