Energiewende und Energieversorgung
Bonn - 20.04.2021
swb: Stadtwerke Bonn GmbH

Auf dem Weg zur Klimaneutralität bis spätestens 2035 haben die Stadtwerke Bonn jetzt ein weiteres Zeichen gesetzt:

In der Rheinaue erhalten Großveranstaltungen zukünftig einen grünen Fußabdruck, dank dreier Trafostationen, die BonnNetz dort installiert hat.

Es fließt klimafreundlicher BonnNatur-Strom, der zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stammt. Damit löst SWB Energie und Wasser die dreckige Stromversorgung über Dieselaggregate ab, und unterstützt so auch die Veranstaltungsbranche.

Bessere CO2-Bilanz und weniger Verkehr

Die Energiebilanz von Großveranstaltungen wie Rhein in Flammen wird in Zukunft viel besser ausfallen: Zum Antrieb der Stromaggregate wurden in den vergangenen Jahren bis zu 8000 Liter Diesel geliefert. Damit sind 20.000 Kilogramm CO2 erzeugt worden – allein für den Publikumsmagneten Anfang Mai. Hochgerechnet auf das Jahr werden so hunderte Tonnen Kohlstoffdioxid bei diversen Events eingespart.

"Als moderner Lebensversorger ist es uns ein Anliegen, dass Konzerte und Veranstaltungen eine gute Klima-Bilanz aufweisen. Auch nach der Pandemie übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung und bescheren den Bonnerinnen und Bonnern Hand in Hand mit Kooperationspartnern schöne Events, die sie mit gutem und nachhaltigem Gewissen besuchen können“, kündigt SWB-Kommunikationsleiter Jürgen Winterwerp an und ergänzt: „Genau das können andere anonyme Stromanbieter eben nicht, denn diese haben an Bonn und der Region überhaupt kein Interesse."

Weniger Kosten für Veranstaltungen

Die Stationen wurden im Auftrag von SWB Energie und Wasser mit Naturmotiven gestaltet. Dirk Dötsch ist froh über den Blickfang. Fotos der gestalteten Kästen kursierten direkt nach der Fertigstellung in den sozialen Medien und lockten Fans in die Rheinaue. Er verweist zudem auf die Vorteile der neuen Stationen für die Veranstaltungsbranche:

"Durch die Trafos können wir die Kosten zukünftiger Veranstaltungen senken. Das ist wichtig, weil die Pandemie uns große Einschnitte beschert hat.“

Neben den Schadstoffemissionen der Aggregate fällt der Zulieferverkehr mit Tankfahrzeugen und die Überwachung weg. Die schweren Laster haben tiefe Rillen auf Wegen und Grünflächen hinterlassen, die später instandgesetzt werden mussten. Die Kosten für alle diese Nebeneffekte fallen zukünftig weg.

Dr. Pascal Köhn, Fachbereichsleiter Strom und Anlagenservice der BonnNetz, berichtet von der Installation der Stationen: „Wir nutzen die veranstaltungsarme Zeit in der Pandemie für Arbeiten wie diese hier in der Rheinaue."

Darum verschönern die SWB ihre Stationen

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass angemalte Kästen weitaus seltener verunstaltet werden. Deshalb rufen wir mit unserer Aktion ‚Bunt statt dreckig‘ in den sozialen Medien immer wieder dazu auf, uns beschmierte Stromkästen zu nennen, die wir dann gestalten lassen“, klärt Jürgen Winterwerp auf.

Die Firma Highlightz hat mittlerweile an 37 Standorten im gesamten Stadtgebiet Kästen aufgehübscht. Zuletzt kümmerte sie sich um eine Trafostation am Rüngsdorfer Freibad, die einer illegalen Sprayattacke zum Opfer gefallen war.

Jedes Jahr muss der Stadtwerke-Konzern für die Reinigung und Entfernung von Schmierereien der mehr als 1100 großen Kompakt- und Trafostationen sowie der 4500 Verteilerkästen von BonnNetz eine hohe fünfstellige Summe aufbringen. (sz/vj)

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