Wirtschafts- und Personalnachrichten
Würzburg - 08.04.2021
Stadt Würzburg

In der Forstwirtausbildung steht heute vor allem die Handlungskompetenz im Mittelpunkt

Nach über 20 Jahren Abstinenz in der Ausbildung begrüßten Bürgermeister Martin Heilig und Gartenamtsleiter Dr. Helge Bert Grob vor kurzem das neue forstliche Ausbildungsteam.

Mit Johannes Blechschmidt wurde im letzten Jahr ein erfahrener Forstwirtschaftsmeister gewonnen, der viel Freude daran hat jungen Menschen den Forstberuf näher zu bringen. Für Azubi Quirin Friederich aus Rottenbauer ist ein Traum in Erfüllung gegangen: Schon sein Urgroßvater war über 30 Jahre im Stadtwald tätig.

Zur nachhaltigen Erfüllung der vielfältigen Leistungen des über 1000 Hektar großen städtischen Waldbesitzes bedarf es einer hochwertigen naturnahen Waldpflege. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist der Einsatz von Profis im Wald – also gut ausgebildete Forstwirtinnen und Forstwirte. Für die Ausbildungsstelle hatten sich fast zwei Dutzend junge Menschen beworben. Die Lehrzeit dauert drei Jahre und endet mit einer staatlichen Prüfung. Derzeit bietet im Raum Würzburg nur der Forstbetrieb des Gartenamtes diese Möglichkeit an.

In der Forstwirtausbildung steht heute vor allem die Handlungskompetenz im Mittelpunkt. Forstwirte planen selbständig vielfältigste Arbeitsmaßnahmen, führen diese durch und überprüfen sie.

Schwerpunkte der Ausbildung liegen in der Pflege von Waldbeständen, dem Pflanzen neuer klimastabiler Wälder, in der Ernte und dem Aufbereiten von wertvollen, nachhaltig erzeugten Nutzhölzern sowie im Naturschutz und der Landschaftspflege. Die zunehmend selbständige Organisation von Abläufen und das Denken in wirtschaftlichen Zusammenhängen sind dabei selbstverständlich. Ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld im Stadtwald sind künftig die Öffentlichkeitsarbeit und Waldpädagogik.

Mit seiner beruflichen Qualifikation zum Forstwirt erwirbt der Auszubildende eine sehr gute Grundlage für ein breites Einsatzspektrum in der Arbeitswelt. Längst sind Forstwirte auch außerhalb des traditionellen Berufsfeldes tätig. Im Gartenamt sind sie beispielsweise auch wesentliche Stützen des neu geschaffenen Sachgebietes Stadtbäume – als Sachgebietsleiter und Leiter der Baumkontrolle (Diplom-Forstwirt), Leiter der Baumpflege (Forsttechniker) sowie Seilkletterer und Baumpfleger. Dementsprechend hoch ist die Nachfrage nach gut ausgebildeten Forstwirten.

Auch heuer stellt das Gartenamt eine Auszubildende /einen Auszubildenden zur Forstwirtin oder zum Forstwirt ein Aufgrund der abwechslungsreichen Ausbildung und der Vielfalt an zukünftigen Möglichkeiten ist Azubi Quirin Friederich schon jetzt überzeugt den richtigen Schritt für seine berufliche Zukunft getan zu haben. Vor dem Hintergrund dieser ersten positiven Erfahrungen stellt das Gartenamt auch dieses Jahr eine Auszubildende /einen Auszubildenden zur Forstwirtin oder zum Forstwirt ein. Bewerbungen sind noch bis Oktober 2021 möglich.

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