Kommunale Infrastruktur
Karlsruhe - 02.03.2021

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder: Ausgaben von rund 363 Millionen Euro für den Straßenbau im Regierungsbezirk Karlsruhe

„Die Investitionen in das Straßennetz des Bundes und des Landes sind im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. So wurden im Regierungsbezirk Karlsruhe im Jahr 2020 rund 363 Millionen Euro für den Straßenbau ausgegeben. Das sind etwa 44 Millionen Euro mehr als im Jahr 2019“, bilanzierte Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder heute, 2. März 2021.

In das Bundesfernstraßennetz wurden rund 272 Millionen und in das Landesstraßennetz rund 58 Millionen Euro investiert. Darin enthalten sind Bau- und Erhaltungs- sowie Unterhaltungskosten. Hinzu kommen erforderliche Ingenieuraufträge zur Vorbereitung und Abwicklung der Projekte in Höhe von rund 20 Millionen Euro. Mit etwa 13 Millionen Euro wurden zudem der kommunale Straßenbau, die kommunalen Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur sowie die Sanierung der Brücken in den Kreisen sowie Städten und Gemeinden gefördert.

„Die Erhaltung des bestehenden Straßennetzes ist weiterhin von besonderer Bedeutung und hat hohe Priorität“, so die Regierungspräsidentin. Im Regierungsbezirk Karlsruhe wurde im Jahr 2020 eine Fülle von Erhaltungsmaßnahmen umgesetzt. So wurde zum Beispiel ein Millionenbetrag in den Erhalt der Straße und neue Stützwände der L 83 zwischen Bühlertal und Sand investiert.

Investitionen in Autobahnen, Bundes- und Landessstraßen

Auf den Autobahnen wurden auch im Jahr 2020 Fahrbahnschäden von Grund auf und nachhaltig behoben. So konnte zum Beispiel auf der A 656 die Erneuerung der Überführung über die Bahn bei Mannheim-Friedrichsfeld für rund 30 Millionen abgeschlossen werden.

Bund und Land investierten außerdem im Jahr 2020 Millionenbeträge in den Bau von Ortsumgehungen sowie in den Um- und Ausbau der Bundesstraßen und in den Neu- und Ausbau der Landesstraßen. Als finanzielle Schwerpunkte nannte Sylvia M. Felder die weiteren Maßnahmen an der Westtangente Pforzheim (B 463), den drei-streifigen Ausbau der B 38 in Weinheim, die Ortsumgehungen Adelsheim (B 292) und Ladenburg (L 597) und die Ortsumgehung Horb (Neckartalquerung) im Zuge der B 32.

Investitionen in die Radwegeinfrastruktur

Auch die Radwegeinfrastruktur wurde weiter ausgebaut. Dazu zählen der Radweg entlang der L 96 (Wolftalradweg) und die Radwegmaßnahme an der L 546, zwischen Mühlhausen und Malsch. Darüber hinaus wurde an der B 462 im Murgtal, zwischen Weisenbach und Gernsbach-Hilpertsau, mit dem Bau der Radwegbrücke begonnen.

Förderprogramme nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

Von großer Bedeutung für den kommunalen Straßenbau, die kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur und die kommunale Brückensanierung sind die Förderprogramme nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Mit den jährlich fortgeschriebenen Programmen werden schwerpunktmäßig der Bau und der Ausbau von innerörtlichen und verkehrswichtigen Straßen, Fuß- und Radwege sowie Brückensanierungen der Kommunen bezuschusst. Die Kommunen im Regierungsbezirk Karlsruhe erhielten darüber im letzten Jahr Fördermittel in Höhe von rund 13 Millionen Euro.

Nachfolgend sind exemplarisch Maßnahmen aufgeführt, die im letzten Jahr begonnen, weitergeführt oder fertiggestellt wurden.

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Regierungspräsidium Karlsruhe