Kreislaufwirtschaft
Offenburg - 24.11.2020

Nach Senkung in 2017 erste Erhöhung seit 12 Jahren – landesweit noch immer die niedrigsten Hausmüllgebühren

Die Hausmüllgebühren im Ortenaukreis werden im kommenden Jahr voraussichtlich um durchschnittlich 17,6 Prozent steigen.

Dies hat der Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner heutigen Sitzung dem Kreistag einstimmig empfohlen. Für einen 60-Liter Behälter müssen die Einwohner des Kreises dann 106 Euro statt bisher 91 Euro, für einen 80-Liter Behälter 133 Euro statt bisher 113 Euro und für einen 120-Liter Behälter 186 Euro statt bisher 158 Euro zahlen. Trotz der Anpassung sind die Hausmüllgebühren im Ortenaukreis auch weiterhin so niedrig wie nirgendwo sonst in Baden-Württemberg.
Der Kreistag wird am 15. Dezember 2020 abschließend über die Höhe der Hausmüllgebühren entscheiden.

Zuletzt hatte der Ortenaukreis die Hausmüllgebühren im Jahr 2009 erhöht, im Jahr 2017 konnten sie sogar wieder gesenkt werden. „Die Gründe dafür, dass wir nun erstmals nach 12 Jahren die Gebühren anheben müssen, liegen außerhalb unseres Einflussbereichs: Die Kosten für die Altpapiersammlung sind deutlich gestiegen und gleichzeitig bekommen wir weniger für die Wertstoffe. Trotzdem bleiben wir dank unserer mechanisch-biologischen Abfallbehandlung auf dem Kahlenberg (ZAK) an der Spitze der günstigsten Hausmüllgebühren im Land“, erklärte Landrat Frank Scherer.

Vergleicht man beispielsweise die durchschnittlichen Abfallgebühren eines Vierpersonenhaushalts in den 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs, bleibt der Ortenaukreis mit 106 Euro auch nach der jetzigen Erhöhung weiterhin Spitzenreiter der Landkreise mit den niedrigsten Hausmüllgebühren. Hierzu trägt die international beachtete Technologie maßgeblich bei, mit der in der mechanisch-biologischen Anlage des Zweckverbands Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) in Ringsheim der Hausmüll behandelt wird. Die aus der Lizenzvermarktung erzielten Erlöse der ZAK-Technologie kommen unmittelbar den Gebührenzahlern im Ortenaukreis und im Landkreis Emmendingen zugute. Zudem sind in den Gebühren des Ortenaukreises sogar die Kosten für Sperrmüll, Grünabfall, etc. enthalten. In manchen Stadt- und Landkreisen fallen hierfür weitere Gebühren an.

Neben den Gebühren für Hausmüll werden ab Januar 2021 auch die Gebühren für auf den Wertstoffhöfen selbstangelieferte Abfälle wie Altholz, Altreifen oder Bauschutt steigen. Die Anlieferung von Erdaushub auf den kreiseigenen Deponien erhöht sich ab dem 1. April 2021 von bisher 6 Euro auf 12 Euro je angeliefertem Kubikmeter. Auch diese Gebühren sind selbst nach der Erhöhung im Vergleich zu den Nachbarlandkreisen niedrig.

Teilen Sie diesen Beitrag


Landratsamt Ortenaukreis
direkter Link zum Artikel