Kreislaufwirtschaft
Köln - 20.11.2020

Aktuelle Studie zeigt:

Rund 80 Prozent der Deutschen ist es wichtig, mit einer besseren Mülltrennung aktiv zum Klimaschutz beizutragen.

Doch auch wenn ein Großteil der Bevölkerung zumindest grundlegend weiß, wie Mülltrennung funktioniert, fehlt es fast 60 Prozent noch an Detailwissen über die richtige Trennung von Verpackungen, Restmüll, Papier und Glas. Diese und weitere Ergebnisse einer aktuellen Online-Befragung der Kantar GmbH im Auftrag der dualen Systeme zeigen: Die Bereitschaft der Deutschen, mit Mülltrennung einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, ist hoch – ebenso wie das Bedürfnis, hierzu mehr Informationen zu erhalten.

Das fehlende Detailwissen über die richtige Trennung von Verpackungen und Restmüll spiegelt sich auch in einer hohen Fehlwurfquote wider: Durchschnittlich 30 Prozent falsch entsorgter Abfall im Gelben Sack oder in der Gelben Tonne erschweren oder verhindern das Recycling wertvoller Rohstoffe. „Die Menschen wollen ihren Abfall richtig trennen, brauchen dafür aber noch mehr Informationen“, begründet Axel Subklew, Sprecher der Kampagne „Mülltrennung wirkt“, die hohen Fehlwurfquoten. Aus diesem Grund klären die dualen Systeme die Bevölkerung seit Frühjahr dieses Jahres auf vielfältigen Kanälen über richtige Mülltrennung und Recycling auf.

Informationen über Mülltrennung sind gefragt.

Mit ihrer Initiative „Mülltrennung wirkt“ kommen die dualen Systeme dem großen Informationsbedürfnis der breiten Bevölkerung nach: Insgesamt über 90 Prozent der Deutschen begrüßen Aufklärungskampagnen zum Thema Mülltrennung. Auch über die bevorzugten Informationsquellen gibt die aktuelle Studie Aufschluss: Mehr als die Hälfte (57,3 Prozent) der Konsumentinnen und Konsumenten möchten online auf einer Website mehr über die Trennung von Verpackungsabfällen erfahren. Hinzu kommt: 43 Prozent der Befragten wünschen sich außerdem in ihrem „Supermarkt“ Aufklärung über Mülltrennung.

Die dualen Systeme tragen diesem Wunsch Rechnung, indem sie vermehrt mit Handelsunternehmen kooperieren. „Bessere Mülltrennung und damit höhere Recyclingquoten lassen sich nur gemeinsam erzielen, indem Handel, Hersteller und Konsumenten an einem Strang ziehen,“ erklärt Subklew. Die ersten Partner der aufmerksamkeitsstarken Informationskampagne kommen aus dem Lebensmitteleinzelhandel: Netto Marken-Discount und EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen unterstützten „Mülltrennung wirkt“ im Herbst mit umfangreichen Werbeflächen am POS und weiteren Kommunikationsmaßnahmen.

Deutlich im Trend: Verpackungen aus Recyclingmaterial.

Dass Konsumentinnen und Konsumenten mit Blick auf den Klimawandel bei ihrem Einkauf mehr denn je auch darauf achten, ob ihre Ware umweltfreundlich verpackt ist, offenbart folgende Erkenntnis aus der aktuellen Online-Befragung: Über 80 Prozent der Deutschen würden beim Einkaufen sehr wahrscheinlich (43,4 Prozent) oder sogar ganz sicher (40,3 Prozent) ein Produkt vorziehen, dessen Verpackung zu 100 Prozent aus Recyclingmaterial besteht. Axel Subklew freut der Trend: „Damit möglichst viele Verpackungen aus Recyclingmaterial hergestellt werden können, muss im ersten Schritt der Müll richtig getrennt werden – nur so schließt sich der Kreis. Dazu kann jeder im eigenen Haushalt seinen Beitrag leisten.“

Grafiken zur Studie finden Sie im Überblick in der Anlage zu dieser Meldung sowie als Einzeldownload unter www.muelltrennung-wirkt.de/downloads/#infografiken.

Weitere Informationen und ein Faktenblatt zur Studie unter www.mülltrennung-wirkt.de 

Warum Aufklärung wichtig ist.

Mit dem am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Verpackungsgesetz (VerpackG) gelten bundesweit neue Recyclingquoten, die von den dualen Systemen erfüllt werden müssen. Das Gesetz nimmt auch erstmals die Bürgerinnen und Bürger in die Pflicht, ihren Müll besser zu trennen. Falsch entsorgter Abfall im Gelben Sack oder in der Gelben Tonne ist keine Seltenheit. Von den in Deutschland jährlich rund 2,6 Millionen Tonnen über die Gelben Säcke und Tonnen gesammelten Materialien sind etwa 70 Prozent Verpackungen und durchschnittlich 30 Prozent nicht richtig entsorgter Restmüll. In manchen Gebieten liegt die Fehlwurfquote sogar bei bis zu 60 Prozent.

Über die Befragung.

Für die Online-BUS-Befragung zum Thema Mülltrennung hat das Marktforschungsinstitut Kantar GmbH deutschlandweit insgesamt 1.026 Erwachsene im Alter von 16 bis 64 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die 16- bis 64-jährige Bevölkerung Deutschlands. Die Befragung erfolgte vom 13. bis 16. August 2020.

Über die dualen Systeme.

Die dualen Systeme in Deutschland organisieren die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen, damit die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Recyclingquoten erreicht werden. Aktuell sind es zehn privatwirtschaftlich organisierte Systeme, die mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche diese Aufgabe erfüllen. Grundlage für die Arbeit der dualen Systeme ist das Verpackungsgesetz. Mit ihrer neu gestarteten bundesweiten Kampagne „Mülltrennung wirkt“ wollen die dualen Systeme über die richtige Mülltrennung aufklären.

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Die Deutschen wissen noch zu wenig über richtige Mülltrennung. als PDF - Anhang 1
Die Deutschen wissen noch zu wenig über richtige Mülltrennung. als PDF - Anhang 2
Kampagnenbüro „Mülltrennung wirkt“
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