Wasser- und Abwasserwirtschaft
Oldenburg - 26.05.2020
Foto: Sascha Stüber

Eine Stadt mit viel Bezug zum Wasser ist Oldenburg auf jeden Fall

Hunte und Haaren sind die wichtigsten Gewässer im Stadtgebiet. Was aber zudem enorm viel Beachtung erfordert, sind die etwa 450 Kilometer Straßenseitengräben und knapp 200 Regenrückhaltebecken im Oldenburger Stadtgebiet.

Diese erfüllen eine wichtige Funktion beim Hochwasserschutz, vor allem beim zunehmend auftretenden Starkregen. Sie müssen also regelmäßig gepflegt werden, um diese Aufgaben auch erfüllen zu können.

Dafür verantwortlich ist das Team der Gewässerunterhaltung im Fachdienst Straßenunterhaltung. Bereichsleiter Oliver Gras und seine zehn Mitarbeiter waren in diesem Jahr schon enorm aktiv. „34 Regenrückhaltebecken haben wir bereits gesäubert und von Randbewuchs befreit. Die Arbeiten erfolgen dabei immer in enger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde.“

Neben dem Einsatz von Fremdfirmen wird seit Anfang 2020 die Arbeit durch eine eigene Mähraupe erleichtert. Die Raupe wird vor allem eingesetzt, um Böschungen zu mähen und Zuwegungen freizuhalten. „Nur mit dieser technischen Unterstützung ist es möglich, die fast 200 Regenrückhaltebecken nach und nach zu unterhalten und in ihrer Funktion zu erhalten“, sagt der Leiter des Amtes für Verkehr und Straßenbau, Bernd Müller.

Denn die Arbeit nimmt zu. Der Grund ist auch hier die wachsende Einwohnerzahl Oldenburgs. Alle neuen Baugebiete werden mit Regenrückhaltebecken geplant. Mit den Baugebieten erhöht sich auch die Zahl der Gräben. Ein jährlicher Reinigungsrhythmus – wie eigentlich sinnvoll – ist deshalb nicht mehr zu schaffen. „Aber in einem Mehrjahresplan wollen wir jetzt die Grundlage schaffen, dass Gräben und Regenrückhaltebecken wieder besser ihre Funktion erfüllen können“, sagt Fachdienstleiterin Annette Meyers.

Die Schnittarbeiten sind für dieses Jahr längst beendet, diese dürfen nämlich nur bis Ende Februar erfolgen. Im Frühjahr und im Sommer geht es jetzt darum, Zuwegungen freizubekommen und Rasenflächen zu mähen. Dabei leistet die Mähraupe wichtige Hilfe. Sie wird übrigens ferngesteuert.

Ab und zu gibt es natürlich auch Ärger mit Anwohnerinnen und Anwohnern, dann bitten die Mitarbeiter um Verständnis für die Arbeiten. Denn diese dienen letztlich der Sicherheit aller. Denn Oldenburg liegt zwar an keinem der ganz großen Flüsse, hat aber allemal genügend Wasser in der Stadt, um die Aufgaben der Gewässerunterhaltung ernst zu nehmen. Dafür setzen sich Oliver Gras und seine Teams täglich ein.

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