Grünflächenpflege, Boden- und Landschaftsschutz
München - 25.05.2020

In Bayerns Wäldern hat jetzt der Hauptschwärmflug der Borkenkäfer begonnen.

In den kommenden ein bis zwei Wochen ist daher bayernweit mit dem ersten frischen Befall zu rechnen. Forstministerin Michaela Kaniber appelliert deshalb an die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ihre Fichtenwälder zu kontrollieren.

„Heuer ist besonders große Wachsamkeit geboten, um eine starke Vermehrung der Käfer zu verhindern. Denn wegen der idealen Lebensbedingungen im letzten Jahr haben mehr Käfer als sonst im Boden und unter der Rinde befallener Fichten überwintert“, warnt die Ministerin, und: „Nur mit raschem und konsequentem Handeln können wir die Ausbreitung der Käfer noch eingrenzen.“ Aufgrund der ernsten Situation erhalten die Waldbesitzer für die Bekämpfung dieses Jahr auch einen deutlich höheren Fördersatz.

Die sogenannte „saubere Waldwirtschaft“ ist laut Kaniber die einzig wirksame und bewährte Methode, um eine Massenvermehrung zu verhindern. Dazu müssen befallene Stämme zügig aufgearbeitet und dann entrindet oder mindestens 500 Meter aus dem Wald transportiert werden. Zudem ist es ratsam, die Baumkronen zu häckseln. Denn die Käfer nutzen schon Äste ab drei Zentimetern Durchmesser als Brutstätte. Aber auch bisher nicht aufgearbeitetes Bruch- oder Windwurfholz aus vorausgegangenen Stürmen ist für die Käfer ideales Brutmaterial und sollte daher zügig entfernt werden.

Unterstützung finden die Waldbesitzer bei den Förstern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen, aber auch im Internet. So gibt es jetzt unter www.forst.bayern.de/borkenkaefer neue Video-Tutorials der Forstverwaltung, die Tipps zur Borkenkäfersuche und dem Aufarbeiten befallener Stämme geben. Einen Überblick über die aktuelle Gefährdungslage bietet die Internetseite www.borkenkaefer.org.

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