Fuhrpark und Mobilität
Lörrach - 11.05.2020
Landratsamt Lörrach

Radeln wahrt Abstand, stärkt das Immunsystem, entlastet den ÖPNV

Wem wegen der vielen Stunden zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, tut seiner Psyche und seiner Gesundheit etwas Gutes, indem er zu Fuß geht oder auf das Fahrrad steigt.

Auch der Landkreis Lörrach plädiert für noch mehr Rad- und Fußverkehr. Die Vorteile liegen auf der Hand: der Abstand lässt sich leicht wahren, die Bewegung an der frischen Luft stärkt Geist und Immunsystem und nebenbei schafft dies Platz für diejenigen, die auf Bahn und Bus angewiesen sind.

Unter Einhaltung der gegebenen Abstandsregeln gilt das Rad laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales als sicheres Verkehrsmittel. Die Ansteckungsgefahr ist sehr gering und wer in die Pedale tritt, hält sich fit. Und von so autofreien Straßen, wie sie derzeit in Baden-Württemberg zu finden sind, können Fußgänger und Radfahrer sonst nur träumen. Viel Platz also für Social Distancing auf notwendigen Wegen zu Fuß oder mit dem Rad.

Tatsächlich legten seit Beginn der Corona-Krise Bürgerinnen und Bürger laut des Big-Data-Startups Motiontag fast zweieinhalb Mal so viele Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurück als zuvor. Viele steigen erstmals seit langem wieder aufs Fahrrad, weil sie sich in den von Autos weniger frequentierten Innenstädten sicherer fühlen.

Im Landkreis Lörrach, als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher Kommunen Baden-Württemberg e.V. (AGFK-BW), bedeutet Covid-19 keinesfalls eine Pause für die Rad- und Fußverkehrsförderung. „Ganz im Gegenteil: besonders jetzt ist es wichtig, auf die Vorteile des Radfahrens und Zufußgehens aufmerksam zu machen und eine langfristige Veränderung im Mobilitätsverhalten der Bevölkerung zu erzielen. So kann die Corona-Pandemie auch eine Chance sein, die Verkehrswende voranzubringen“, so Radverkehrsbeauftragte Leonie Wiesiollek.

Eine professionelle Unterstützung bei der Reparatur oder Wartung von Rädern ist durch Werkstätten und Radhändler weiterhin gewährleistet. Ein kurzer Sicherheitscheck oder kleine Reparaturen können aber auch ganz schnell selbst durchgeführt werden, zum Beispiel mit Hilfe der Radservice-Station vor dem Landratsamt. Wer in nächster Zeit auf Leihradsysteme zurückgreifen möchte, kann sicherheitshalber Handschuhe tragen. Eine Ansteckung über Griffe, Sattel und Klingel gilt aber als unwahrscheinlich. Es genügt, nicht mit den Händen ins Gesicht zu fassen und diese anschließend zu waschen.

Warum Radfahren so gesund ist

Der Körper schüttet Glückshormone aus, wenn man ihn an der frischen Luft bewegt. Auch die Lunge profitiert vom rhythmischen Charakter des Radfahrens. Eine trainierte Atemmuskulatur kann mehr Luft aus der Lunge pumpen und so sauerstoffreiche Luft nachströmen lassen. Vor allem die Bewegung im Grünen stärkt die Lungenschleimhäute und schützt vor Infekten. Da ist es nicht verwunderlich, dass laut des Landesbündnis ProRad Baden-Württemberg regelmäßige Radfahrer im Durchschnitt 25 Prozent weniger Krankheitstage im Jahr verzeichnen.

Unterstützt vom Land, wollen die knapp 80 Mitglieder der AGFK-BW die aktive Mobilität fördern. Radfahren und Zufußgehen sollen als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Arten der Fortbewegung gefördert werden.

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Radfahren in der Corona-Krise bringt viele Vorteile als PDF - Anhang 1
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